Unfall-Drama: Drei Menschen wollen Reh von der Straße räumen, dann knallt ein Autofahrer in die Gruppe

Langeln - Ein Wild-Unfall in Langeln (Kreis Pinneberg) bei Henstedt-Ulzburg hatte schreckliche Folgen.

Nach dem Zusammenstoß liegt ein beschädigtes Auto im Straßengraben.
Nach dem Zusammenstoß liegt ein beschädigtes Auto im Straßengraben.  © Florian Sprenger/Westküsten-News/dpa

Bei dem Versuch, ein überfahrenes Reh von der Straße zu räumen, sind auf der Barmstedter Chaussee drei Menschen schwer verletzt worden.

Alle drei wurden lebensgefährlich verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Montag mitteilte.

Ein Autofahrer habe die Helfer am Sonntag gegen kurz nach 18 Uhr auf der Straße übersehen.

Er habe sie zunächst auf der Straße angefahren und sei dann mit deren stehendem Auto zusammengestoßen.

Dabei wurden die Menschen durch die Luft geschleudert und teilweise etliche Meter mitgeschleift.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Update, 8.22 Uhr: Weitere Details bekannt

Der Notarzt ist im Einsatz an einem Unfallort. (Symbolbild)
Der Notarzt ist im Einsatz an einem Unfallort. (Symbolbild)

Entgegen erster Informationen der Polizei hat sich der Unfall auf der Hoffnunger Chaussee in der Gemeinde Heede ereignet. Die Straße wird im weiteren Verlauf im Nachbarort Langeln zur Barmstedter Chaussee.

Insgesamt wurden fünf Menschen verletzt - drei von ihnen lebensgefährlich.

Ein Autofahrer habe die Helfer am Sonntagabend auf dem Seitenstreifen übersehen und wollte über diesen vor dem Reh ausweichen.

Die drei Helfer wurden von dem Auto mitgeschliffen, wie die Feuerwehr Pinneberg mitteilte. Einer von ihnen war unter dem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Auch die beiden Insassen des Unfallautos wurden verletzt. Weitere Informationen zu den Verletzten waren zunächst nicht bekannt.

Update, 12.55 Uhr: Warnblinker war eingeschaltet

Ein überfahrenes Reh liegt an einer Landstraße. (Symbolbild)
Ein überfahrenes Reh liegt an einer Landstraße. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Bei den lebensgefährlich Verletzten handelt es sich um einen 56-Jährigen, einen 41-Jährigen und eine 43 Jahre alte Frau.

Unfallversucher ist ein 78-Jähriger. Dieser wollte das mit Warnblinker und eingeschaltetem Licht auf der Fahrbahn stehende Auto rechts über den Seitenstreifen passieren. Dabei touchierte er nicht nur den Wagen, sondern erfasste dahinter auch zwei Männer und eine Frau. Ein weiterer Helfer konnte sich den Angaben zufolge durch einen Sprung in den Graben retten.

Der 78-jährige Unfallverursacher und seine 83 Jahre alte Ehefrau wurden leicht verletzt ebenfalls in Krankenhäuser gebracht.

Ob die vier Helfer Warnwesten getragen hatten, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Auch, ob der 78-Jährige die Unfallstelle zu schnell passiert hatte, war zunächst unklar.

Der Sachschaden wurde auf 10.000 Euro geschätzt.

Titelfoto: Florian Sprenger/Westküsten-News/dpa

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