Wald und Wild: Wenn sie so weiter fressen, werden sie abgeschossen!

München - In Bayerns Wäldern sind in den vergangenen Jahren wieder mehr junge Bäume von Tieren gefressen worden. Dies geht aus einem Gutachten hervor, welches das Forstministerium für eine Sitzung am Mittwoch im Agrarausschuss des bayerischen Landtags vorbereitet hat.

Rehe und andere Tiere richten im Wald Schaden an. (Bildmontage)
Rehe und andere Tiere richten im Wald Schaden an. (Bildmontage)  © DPA

Demnach stieg der Anteil der von Rehen, Hirschen und Gämsen abgebissenen Leittriebe bei Nadelbäumen leicht von drei auf vier Prozent, bei Laubbäumen von 18 auf 19 Prozent.

"Vielerorts in Bayern sind Wald und Wild miteinander im Einklang", so Forstministerin Michaela Kaniber (CSU). Nach wie vor gebe es regionale Unterschiede. Sorge bereitet ihr vor allem der Bergwald, wo der Verbiss bei der für die Stabilität so wichtigen Tanne von 13 auf 21 Prozent gestiegen ist. Das sei zu viel. Im Bergwald und in einigen anderen Regionen müsse die Jagd deshalb verstärkt werden.

Die sogenannte Verjüngungsinventur wurde heuer zum zwölften Mal seit 1986 durchgeführt. Mitarbeiter der Forstverwaltung hatten dazu auf rund 22.000 Verjüngungsflächen mehr als zwei Millionen junge Bäume auf Schäden untersucht. Das Gutachten dient nun als Hilfsmittel für die Abschussplanung für die kommenden Jahre.

Die Jagd muss in den betroffenen Regionen verstärkt werden, um den Wald zu schützen (Archivbild)
Die Jagd muss in den betroffenen Regionen verstärkt werden, um den Wald zu schützen (Archivbild)  © DPA

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