Wildpinkeln: Richter verurteilt Frau mit haarsträubender Begründung

Kaum urinierte die junge Frau notgedrungen in einer Gasse, da standen schon drei Polizisten vor ihr...
Kaum urinierte die junge Frau notgedrungen in einer Gasse, da standen schon drei Polizisten vor ihr...

Amsterdam (Niederlande) - Dieses Urteil macht viele Frauen wütend: Da die nächste öffentliche Toilette in Amsterdam kilometerweit entfernt war, urinierte Geerte P. (23) notgedrungen in einer Gasse und wurde zu 140 Euro Strafe verdonnert.

Der Fall ereignete sich bereits 2015, doch die 23-Jährige scheiterte erst an diesem Montag mit einer Klage gegen das Bußgeld. Die Begründung des Richters rief jede Menge Frauen in sozialen Netzwerken auf den Plan. Denn er argumentierte, dass die junge Frau ein Urinal der Männer hätte nutzen können!

Unter dem Hashtag #Wildplassen (Holländisch für "Wildpinkeln") empören sich viele Frauen über diese fragwürdige Begründung. Gerade mal um 50 Euro senkte der Richter die Strafe, blieb jedoch in der Sache hart.

Dabei gibt es in Amsterdam gerade mal 3 öffentliche Toiletten, dafür jedoch 35 Urinale nur für Männer. Jetzt planen Aktivistinnen für Freitag Proteste gegen das Urteil.

Und was sagt die Betroffene zu der ganzen Situation? "Es war nicht meine Absicht, das Ganze zu so einer großen feministischen Sache zu machen, aber andererseits ist es gut, dass es angesprochen wurde", so Geerte P. gegenüber der niederländischen Zeitung "AD".

An dieser Stelle kann man nur abwarten, wie sich die Protestaktion entwickelt und ob die Frauen etwas bewirken werden.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0