Hohe Haftstrafe für Messerangriff auf Wildpinkler

Oldenburg - Ein 30-Jähriger ist vom Landgericht Oldenburg wegen eines Messerangriffs auf einen Wildpinkler zu einer Haftstrafe von neun Jahren verurteilt worden. Zugleich ordnete das Gericht die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an.

Der 30-Jährige wurde wegen versuchten Totschlags vom Landgericht Oldenburg schuldig gesprochen.
Der 30-Jährige wurde wegen versuchten Totschlags vom Landgericht Oldenburg schuldig gesprochen.  © dpa/Sascha Stüber

Der Angeklagte hatte im März einen 17-jährigen Schüler in Oldenburg ein Messer in den Rücken gerammt und so lebensgefährlich verletzt (TAG24 berichtete).

Das Urteil erging am Donnerstag wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Zudem muss der Verurteilte dem Opfer 45.000 Euro Schmerzensgeld sowie über 11.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Das Gericht attestierte dem Angeklagten massive psychische Probleme, die nicht nur vom Konsum psychogener Pilze herrührten. Glaubhaft sei aber die Aussage des Angeklagten, dass er sich mitnichten über das öffentliche Urinieren des Opfers geärgert habe.

Am Tatabend kam es wohl zu einem kurzen verbalen Streit, der die Tat auslöste.

Der heute 18-Jährige musste nach dem Angriff mehrfach operiert werden. Ausdrücklich würdigte der Richter die offenen Äußerungen des Opfers über die psychisch belastenden Folgen der Tat.

Der junge Mann nahm als Nebenkläger an dem Prozess teil, der zu weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt wurde.

 Der Prozess vorm Landgericht Oldenburg verlief größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Der Prozess vorm Landgericht Oldenburg verlief größtenteils unter Ausschluss der Öffentlichkeit.  © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

Titelfoto: DPA

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