Um es zu essen: 80-Jähriger tötet Wildschein auf Parkplatz mit Beil

Berlin - Ungewöhnlicher Polizei-Einsatz in Berlin: Mit einem Beil hat ein 80-jähriger Berliner auf einem Supermarkt-Parkplatz ein Wildschwein erschlagen - um es zu essen.

Die Polizei veröffentlichte ein Bild des getöteten Tieres.
Die Polizei veröffentlichte ein Bild des getöteten Tieres.  © Polizei Berlin

Der gelernte Metzger häutete das Tier am späten Sonntagabend im Stadtteil Tegel und nahm es teilweise aus, wie die Polizei am Montag berichtete. Zeugen alarmierten die Polizei. Als Beamte auf dem Parkplatz nahe dem Tegeler Forst eintrafen, fanden sie Eingeweide und einige größere Stücke Fleisch in einer Kiste.

Der Mann versteckte sich erst in einem Gebüsch an der Karolinenstraße. Er wurde dann aber gefunden und erklärte den Polizisten, er habe das "zutrauliche Tier" erschlagen, um das "gute Fleisch" zu essen, weil er sich das sonst nicht leisten könne.

Der Mann zeigte den Polizisten auch den abgetrennten Kopf des Wildschweins, von dem die Polizei ein Foto veröffentlichte. Neben dem Beil hatte der 80-Jährige einen Wetzstahl und weitere Schlacht-Werkzeuge dabei.

Die Konsequenz: Der 80-Jährige wurde wegen Jagdwilderei angezeigt.

Im Frühling sorgten mehrere Menschen für Aufmerksamkeit, als sie 12 Schafe im Volkspark Friedrichshain gegrillt haben - betrieben mit einer Autobatterie (TAG24 berichtete).

In den Wohngebieten am Berliner Stadtrand werden oft Wildschweine in Parks, Gärten, auf Straßen und Spielplätzen gesehen. Es treiben sich so viele Tiere außerhalb der Wälder herum, dass sie besonders von Gartenbesitzern als Plage empfunden werden. Wegen der milden Winter und dem großen Futterangebot auf Raps- und Maisfeldern vermehren sich die Wildschweine stärker als früher. Obwohl Jäger immer mehr von ihnen schießen, wächst ihr Bestand.

Titelfoto: Polizei Berlin

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