Freude bei den Vogelrettern: Gestrandete Schwäne dürfen in die Freiheit

Dresden - Riesen-Freude bei den Vogelrettern der Auffangstation in Kaditz: Gleich drei Jungschwäne konnten Mittwoch an der Elbe erfolgreich ausgewildert werden. Über Monate hatten sie die Tierfreunde aufgepäppelt. Auch dem gestrandeten Gänsegeier geht es besser.

Stationsleiterin Saskia Keller (33) entließ die drei Schwäne gesund und munter in die Freiheit.
Stationsleiterin Saskia Keller (33) entließ die drei Schwäne gesund und munter in die Freiheit.  © Norbert Neumann

Endlich wieder Platz in den Großvolieren in der Wildvogelauffangstation. "Drei Schwäne zeitgleich haben uns ausgelastet. Einen vierten Schwan mussten wir schon ablehnen, hatten kein Quartier mehr", sagt Chefin Saskia Keller (33).

In den vergangenen vier Monaten hatten ihre Mitarbeiter die Jungschwäne (2 bis 3 Jahre) wieder gesund gepflegt:

Unabhängig voneinander waren die Tiere in Boxdorf, Moritzburg und Würschnitz verletzt (Fußbruch) oder hilflos (von Eltern verlassen, unterernährt) aufgefunden worden. Nach der Kur konnte das Trio gesund und munter an der Elbe in die Freiheit entlassen werden, flatterte elbabwärts gen Meißen.

Noch bis März gedulden muss sich das junge Gänsegeier-Weibchen "Kvarner" (9 Monate). Im Oktober war der mächtige Greifvogel (2,80 Meter Flügelspannweite) mit den handgroßen, messerscharfen Krallen in den Radebeuler Weinbergen gefunden worden - krank und auf vier Kilo abgemagert.

Im Kofferraum ging's für das Schwanen-Trio von der Auffangstation an die Elbe.
Im Kofferraum ging's für das Schwanen-Trio von der Auffangstation an die Elbe.  © Norbert Neumann

"Jetzt wiegt er schon das Doppelte, hat gut Aas gefressen. Jäger haben uns unterstützt, Reh- und Wildschweinkadaver angeboten. Der Geier ist sogar ein kleiner Gourmet geworden", sagt Keller. "Anstatt Darm frisst er lieber Herz und Leber."

Im März soll er in seiner Heimat Kroatien (Kvarner Bucht) ausgewildert werden. Seine Herkunft konnten die Dresdner dank eines Rings an seinem Fuß ermitteln.

Offenbar hatte der Gänsegeier Anschluss an seine Artgenossen verloren und sich dann bis nach Sachsen verirrt.

Gänsegeier "Kvarner" muss sich vorm Abflug noch etwas gedulden.
Gänsegeier "Kvarner" muss sich vorm Abflug noch etwas gedulden.  © Norbert Neumann

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