Wurstskandal von Wilke trifft Sachsen: Ein Mensch erkrankt!

Twistetal/Dresden - Nun trifft der Wurstskandal von Hersteller Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH auch Sachsen!

Der Wursthersteller stellt unter anderm Pizzasalami und Brühwurst her.
Der Wursthersteller stellt unter anderm Pizzasalami und Brühwurst her.

Ein Mensch ist mutmaßlich nach dem Verzehr von keimbelasteten Wilke-Wurstwaren an Listeriose erkrankt, sagte eine Sprecherin des Dresdner Gesundheitsministeriums TAG24.

Die Information stamme vom Robert-Koch-Institut und vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Das Ministerium überwacht als Landeskontaktstelle den Rückruf der Wurstwaren.

Die sächsischen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramter vor Ort wurden über die Landesdirektion beauftragt, umgehend den Rückruf in den belieferten Betrieben zu kontrollieren.

Das am Dienstag vorläufig geschlossene Unternehmen Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren in Twistetal-Berndorf bleibe zunächst weiter zu.

In Wilke-Produkten waren mehrfach Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können für Personen mit schwachem Immunsystem lebensgefährlich sein.

Die Behörden verwiesen auf eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI), aus dem sich ein unmittelbarer Zusammenhang zu zwei Todesfällen in Südhessen herstellen lasse.

Kaufland ruft Wurstwaren zurück, Wilke meldet Insolvenz an

Kaufland warnt davor, die Wilke-Produkte zu verzehren.
Kaufland warnt davor, die Wilke-Produkte zu verzehren.

Zudem gibt es 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stünden.

Nach zwei Todesfällen durch keimbelastete Wurst ist der nordhessische Hersteller Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH auch in wirtschaftliche Schieflage geraten.

Das Unternehmen habe die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens beantragt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Korbach am Freitag. In einem solchen Verfahren werde geprüft, ob die Voraussetzungen zur Durchführung eines Insolvenzverfahrens vorliegen.

Behörden bringen zwei Todesfälle in Südhessen mit Wilke-Wurst in Verbindung. In den Produkten waren mehrfach Listerien-Keime nachgewiesen worden, die für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein können. Für Wilke-Produkte läuft derzeit ein weltweiter Rückruf. Am Dienstag schlossen Behörden die Produktion.

Das Unternehmen in Twistetal-Berndorf (Kreis Waldeck-Frankenberg) geht nach eigenen Angaben auf eine Dorfmetzgerei vor mehr als 80 Jahren zurück. Die Firma beschäftigt nach Zahlen auf seiner Homepage rund 200 Mitarbeiter und exportiert Waren weltweit.

Unterdessen weitete sich der Fall aus: Entgegen der ursprünglichen Darstellung wurde Wilke-Fleisch auch unter anderem Namen verkauft. Man habe alle Wilke-Produkte aus dem Sortiment genommen, sagte eine Sprecherin des Großhändlers Metro. Darunter sei auch Metro-Eigenmarke "Aro" gewesen.

Am Freitagabend rief dann auch Kaufland die Wurstwaren zurück.


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