Wilke-Wurst in Brandenburg: Fünf Meldungen von Listerien!

Potsdam - Fünf Brandenburger Landkreise haben sich bislang in Zusammenhang mit der Rückrufaktion wegen Listerien in Wilke-Wurstwaren gemeldet. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit habe zuvor betroffene Landkreise informiert, teilte das Verbraucherschutzministerium am Donnerstag mit.

Der Skandal um Wilke-Wurstwaren zieht immer größere Kreise.
Der Skandal um Wilke-Wurstwaren zieht immer größere Kreise.

Grundlage seien die Vertriebslisten aus anderen Bundesländern. Dabei handelte es sich um Direktlieferungen der Firma Wilke, aber auch um von ihr belieferte Zwischen- und Großhändler.

In der Prignitz etwa hätten fünf Betriebe Waren erhalten, teilte der Landkreis mit. Dazu gehörten zwei Altenheime, ein Imbiss, ein Großhändler und eine Pension. In zwei Fällen sei Wurst entdeckt worden, die sofort gesperrt worden und nicht zum Endverbraucher gelangt sei.

Aktuell wird im Land den Angaben zufolge bei drei zurückliegenden Erkrankungen untersucht, ob ein Zusammenhang mit Listerien besteht. Aktuelle Fälle seien nicht bekannt, hieß es beim Ministerium.

Listerien waren in Produkten des nordhessischen Herstellers Wilke entdeckt worden. Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. In Südhessen sind zwei Todesfälle bekannt.

Bei zwei Toten in Niedersachsen wurde ein Keimtyp entdeckt, der genetisch eng mit den Listerien aus den Wilke-Produkten verwandt sind.

Waren von Wilke sollen mit zwei Todesfällen und 37 weiteren Erkrankungen in Verbindung stehen.
Waren von Wilke sollen mit zwei Todesfällen und 37 weiteren Erkrankungen in Verbindung stehen.  © dpa/Uwe Zucchi

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