150 Betriebe betroffen! Landkreis warnt vor Wilke-Wurst

Hamburg - Nach zwei Todesfällen in Deutschland und weiteren in den Niederlanden hat die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz einen Rückruf der Wurstwaren der Firma Wilke eingeleitet.

Die Firma musste die Produktion ihrer Wurst- und Fleischwaren einstellen.
Die Firma musste die Produktion ihrer Wurst- und Fleischwaren einstellen.  © Uwe Zucchi/dpa

Sie warnte am Freitag vor dem Verzehr der Ware.

Am Sonntag folgte der nächste Schock. Laut WarnApp des Landkreises Harburg sind auch 150 Betriebe in der Region mit Fleisch- und Wurstwaren beliefert worden.

In einer Pressemitteilung vom Sonntag hieß es, der Veterinärdienst der Kreisverwaltung sei sofort in Aktion getreten und habe die betroffenen Betriebe darüber informiert.

Wie sich herausstellte, waren bis dahin noch nicht alle Unternehmen im Landkreis Harburg vom Zwischenhändler über den Rückruf informiert worden waren.

Der Veterinärdienst forderte sie daher auf, die Produkte nicht mehr in Verkehr zu bringen, Informationen für Ihre Kunden zur Verfügung zu stellen und die Produkte aus dem Handel zu nehmen.

"Wir tun alles, um unsere Bürgerinnen und Bürger vor den möglicherweise belasteten Produkten zu schützen", sagte Kreisrat Josef Nießen, der sich vom Leiter des Veterinärdiensts Thorsten Völker vor Ort über die getroffenen Maßnahmen informieren ließ.

Listerien-Keime in Wurstwaren nachgewiesen

Die Tore am Firmensitz bleiben geschlossen.
Die Tore am Firmensitz bleiben geschlossen.  © Uwe Zucchi/dpa

"Entscheidend ist es jetzt, dass die betroffenen Produkte aus dem Verkehr gezogen werden und die Betriebe umgehend ihre Kundinnen und Kunden informieren."

In den Produkten des nordhessischen Wurst- und Fleischherstellers wurden Listerien-Keime gefunden, an denen bereits zwei Menschen in Südhessen gestorben waren. Zudem seien weitere Krankheitsfälle bekannt geworden, in den Niederlanden sollen ebenfalls Personen nach einer Infektion verstorben seien.

Eine Erkrankung äußert sich in den meisten Fällen innerhalb von 14 Tagen nach der Infektion mit Durchfall und Fieber. Bei Schwangeren, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem können jedoch auch schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung die Folge sein.

In Hamburg wurden über sieben Großhändler die Fleisch- und Wurstwaren vertrieben. Mehrfach wurden darin die gefährlichen Listerien-Keime nachgewiesen.

Der Landkreis Harburg rät Personen, die betroffene Produkte gegessen haben können, sich an einen Arzt zu wenden.


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