Mann verliert Geldbörse bei Ikea: Tage später erhält er einen Brief, der ihn sprachlos macht

Willaston (England) - Gerry McDermott (63) aus dem englischen Dorf Willaston war verzweifelt. Seit zwei Tagen suchte er nach seiner Geldbörse, in der sich neben viel Bargeld zahlreiche Bankkarten befanden.

Der Brief wurde unter der Tür durchgeschoben (Symbolbild).
Der Brief wurde unter der Tür durchgeschoben (Symbolbild).  © 123RF

Der 63-Jährige war am Montag mit seiner Frau bei IKEA einkaufen gewesen, als er die Börse verlor. Am darauffolgenden Tag versuchte er sein Glück und suchte dort alles vergeblich ab, berichtet "Liverpool Echo".

Zwei Tage später erhielt McDermott einen ungewöhnlichen Brief von jemandem, der behauptete, er hätte seine Brieftasche gefunden und sie zurückgeben wolle.

Gerry, der erstmal sprachlos war, sagte, er habe ursprünglich gedacht, der Brief sei von einem Kind geschrieben worden, weil die Handschrift schwer zu interpretieren war. Der Brief gab eine Adresse in Croxteth an, wo Gerry seine verlorene Geldbörse abholen sollte.

"Ich öffnete diesen Brief und rief die darin angegebene Telefonnummer an. Ein Kind antwortete mit einem seltsamen Akzent, den ich für amerikanisch hielt und sagte: 'Komm und hol deine Brieftasche und bring einen Beweis mit, damit wir wissen, dass du es bist.'

Gerald McDermott war überrascht, wer die Geldbörse gefunden hatte

Die Familie wollte anonym bleiben (Symbolbild).
Die Familie wollte anonym bleiben (Symbolbild).  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Vor Ort traf McDermott auf eine fünfköpfige Familie, die jeglichen Finderlohn ablehnte. Die Familie, die nicht genannt werden will, kam erst letzte Woche aus Schweden nach Liverpool, wo sie seit ihrer Emigration aus Kurdistan 2003 gelebt hatten.

McDermott schwärmte daraufhin: "Sie sind offensichtlich eine sehr nette Familie. Die Leute haben einen schlechten Blick auf Immigranten und ich möchte damit das Gleichgewicht wiederherstellen." Er fügte hinzu: "Es hat meinen Glauben an die Menschen gestärkt."

Der Engländer fragte die Familie, was sie in Großbritannien machten und sie sagten, sie kämen aus Schweden, wo der Vater ursprünglich gearbeitet hatte. "Seine Frau arbeitet hier in einer Bäckerei. Er sagte, sie sind glücklich hier - die Schulen sind gut. Er hat sein neues Zuhause eingerichtet", so McDermott.

Obwohl die Familie nichts von Gerry McDermott annehmen wollte, kaufte er einen Geschenkgutschein, um ihnen zu helfen, sich in ihrem neuen Zuhause niederzulassen.

Die Mutter, die darum bat, anonym zu bleiben, sprach kurz mit dem "Liverpool Echo" über die freundliche Geste der Familie und sagte: "Wir haben das nicht getan, um etwas zurückzubekommen - es war nur, um das Richtige zu tun."