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Boris findet Dresden zum Malen schön

Dresden - Die Dresdner Hauptstraße ist ein wenig ins Abseits geraten, seit der Neumarkt blüht und die Altmarkt-Galerie lockt. Dabei findet sich gerade zwischen Rähnitzgasse und Goldenem Reiter Unerwartetes - wie das Atelier von Maler Boris Hecht.

Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute: Boris Hecht aus der Ukraine.

Maler Boris Hecht. Seinen Stil bezeichnet er als „Synthese-Malerei“, einen Mix aus verschiedenen Richtungen, aber mit eigener Handschrift.
Maler Boris Hecht. Seinen Stil bezeichnet er als „Synthese-Malerei“, einen Mix aus verschiedenen Richtungen, aber mit eigener Handschrift.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Die Dresdner Hauptstraße ist ein wenig ins Abseits geraten, seit der Neumarkt blüht und die Altmarkt-Galerie lockt. Dabei findet sich gerade zwischen Rähnitzgasse und Goldenem Reiter Unerwartetes - wie das Atelier von Maler Boris Hecht.

Das Leben des Malers ist so bunt wie seine Bilder.

Eigentlich sind es drei Leben, die der 55-Jährige bislang hatte. Aber der Reihe nach.

Geboren ist Boris Hecht als Boris Gecht in der ukrainischen Stadt Zaporoz (ukr. Saporischschja), die ehemaligen DDR-Bürgern wegen des dort gefertigten Kleinwagens ein Begriff ist.

„Gecht“, weil die zu Sowjetzeiten russische Leitsprache kein H kennt.

Der Maler mit seiner Tochter Anastasia (14). Sie wurde in Dresden geboren.
Der Maler mit seiner Tochter Anastasia (14). Sie wurde in Dresden geboren.

Obwohl der Vater eine Margarinefabrik leitete, musste die sechsköpfige Familie gar manches Mal mit karger Kost auskommen, erinnert sich Hecht. Alle anderen klauten dort.

Aber der Vater blieb ein ehrlicher Mann - kein leichtes Unterfangen in totalitären Systemen: in Boris’ Kinderzeit unter den Kommunisten oder vorher unter deutscher Besatzung. Gerade für eine jüdische Familie mit deutschen Wurzeln.

Auch wenn Hecht nicht aufs Jüdische reduziert werden mag, hat er doch viele Geschichten dazu, die ihn prägten.

Wie die von der Großmutter Rosa, aus der Olga wurde, um nicht aufzufallen; die im Zweiten Weltkrieg, beauftragt von Kommunisten, einen kleinen Sabotageakt durchführte.

Boris Hechts Galerie auf der Hauptstraße.
Boris Hechts Galerie auf der Hauptstraße.

„Aber wenig später rückte die Wehrmacht ins Dorf ein. Das Dorf hieß Maidorf“, berichtet Hecht. „Der Schuldige an der Sabotage sollte ausgeliefert werden. Erst als die Soldaten mit der Erschießung jedes Zehnten im Dorf drohten, zeigte der Ortsvorsteher auf meine Oma.“

Die bitter-perverse Pointe: Ein Offizier erschoss den Ortsvorsteher für dessen „Verrat“, Olga alias Rosa Hecht überlebte.

Heute knüpft vor allem ein Bruder des Neudresdners Boris Hecht an die Tradition: Er lebt in Israel. „Das Orientalische liegt mir aber nicht“, sagt Boris. „Ich mag’s lieber kühler. In jeder Hinsicht.“

So wählte er 1999 den Weg nach Dresden. Vorher studierte er Philosophie in Swerdlowsk, dem heutigen Jekaterinburg. Es folgten ein paar Semester am Pädagogischen Institut in Orel sowie Malerei in Riga. „Aber alles ohne Abschluss“, schmunzelt Hecht.

Boris Hecht (55) in seinem Ladenatelier Hauptstraße. Für Gäste stehen zwei Sofas bereit, für gute Gäste auch ein starker Kaffee.
Boris Hecht (55) in seinem Ladenatelier Hauptstraße. Für Gäste stehen zwei Sofas bereit, für gute Gäste auch ein starker Kaffee.

Wozu auch: Seine Bilder gehen von Dresden in die Welt.

Bis vor Kurzem sogar von einem Lädchen am Neumarkt in der Sporergasse aus, das er mit seiner Frau Natalia betrieb, aber vor allem wegen des Baulärms am Jüdenhof wieder aufgab. Mit Natalia, Natascha genannt, hat er Tochter Anastasia (14), Nastja gerufen.

Inzwischen konzentrieren sich Malerei und Geschäft auf die „Zentrale“, das Ladenatelier Hauptstraße 11.

Hier entstehen farbenfrohe Ansichten von Frauen mit Hüten, psychedelisch verfließende Gesichter und Fische. Immer wieder Fische. Selbst Gesichter und Frauenhüte sind bei genauerem Hinschauen Fische. Ganz genau: ein Hecht.

Seine Kunst ist eine bunte Mischung

Boris Hecht hat für sich eine sogenannte Synthese-Malerei entwickelt. „Ich mische alle Kunstrichtungen. Das ist aber kein Diebstahl. Zum Gemisch füge ich immer noch das gewisse Etwas, etwas Eigenes, und das ergibt dann einen neuen Stil.“

Hechts Bilder sind Bilder zum genauen Hinschauen. Wer sich Zeit nimmt, entdeckt auch schon mal Motive, die auch auf dem Kopf stehend funktionieren.

Die Preisspanne beginnt bei 50 Euro für kleinformatige Motive und landet durchaus im vierstelligen Bereich. Hecht übernimmt auch Verpackung und Versand. Sitz: Kunsthandwerkerpassagen an der Hauptstraße.

Auch in Dresden fürchtet Boris um seine alte Heimat

Boris (55) im Gespräch mit Buchhändler Sven Bernitt.
Boris (55) im Gespräch mit Buchhändler Sven Bernitt.

Der Umgang Russlands mit seiner Heimat Ukraine?

„Das ist eine Okkupation“, sagt Boris Hecht. „Ich war nie ein ,Fan‘ der Ukraine in nationalistischem Sinn. Aber spätestens seit den Majdan-Protesten liegt mir das Land am Herzen.“

Ihn schmerze, dass die Ukraine erstmals in ihrer Geschichte nach 1990 unabhängig war, nun aber zerstückelt werde.

Seine Vermutung: „In Wahrheit ist Russland von der Ukraine abhängig. Alle Spitzentechnologien, alle wichtige Forschung, alle große Wirtschaft war zu Sowjetzeiten bei uns angesiedelt. Das müssten sich die Russen jetzt erst nach und nach selbst aufbauen.“

Fotos: Eric Münch

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