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Das ist der Ungar aus der Käseglocke

Dresden - Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute: Attila aus Ungarn.

Die Welt schaut in diesen Monaten auf unsere Stadt. Es heißt, hier herrsche Misstrauen gegenüber Fremden. Doch das stimmt nicht! Unsere Stadt ist weltoffen. Mit der Serie „Willkommen in Dresden“ treten wir hier jeden Mittwoch den Beweis an. Heute: Attila aus Ungarn.

Der Ungar beim Bummel über die Brühlsche Terrasse. Hier fühlt er sich besonders wohl.
Der Ungar beim Bummel über die Brühlsche Terrasse. Hier fühlt er sich besonders wohl.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Kräftiger Kaffeeduft zieht durch die „Käseglocke“ auf dem Postplatz. An der Espressomaschine Attila Felszeghy (50). Die Handgriffe sitzen, das Timing stimmt; heraus kommt etwas, das in Dresden mit Ausnahme des Territoriums Neustadt immer noch eine Ausnahme darstellt: dicker Espresso mit feinster Crema.

Der gebürtige Ungar ist der perfekte Barista. Gelernt hat er aber zunächst zwei völlig andere Berufe, bevor er vor einem Jahr nach Dresden kam. Die beiden anderen beruflichen Stationen sind Teil eines auch sonst bewegten Lebens mit einiger Überfliegerqualität.

„Das Abitur habe ich noch zu DDR-Zeiten in Halle abgelegt“, erzählt Attila.

Der frühere Flugbegleiter und Offizier an seinem Arbeitsplatz in der „Käseglocke“ am Postplatz. Korrekter Auftritt und Höflichkeit sind für ihn selbstverständlich.
Der frühere Flugbegleiter und Offizier an seinem Arbeitsplatz in der „Käseglocke“ am Postplatz. Korrekter Auftritt und Höflichkeit sind für ihn selbstverständlich.

„Mein Vater war dort Bauingenieur.“ Danach zog es ihn gemeinsam mit Zwillingsbruder Zolt nach Ungarn zurück. Beide gingen zur Armee, schlugen dort eine Laufbahn ein.

Während sein Bruder ordentlich Karriere machen durfte, blieb Attila an einer bestimmten Stelle als Offizier hängen, erlebte aber noch 1989 unweit der ungarisch-österreichischen Grenze den Fall des Eisernen Vorhangs mit.

Bis er 1990 eine berufliche Totalveränderung vornahm: „Ich wurde Flugbegleiter.“ Bis 2012 arbeitete er bei der staatlichen Fluggesellschaft MALEV, dann kam das Traditionsunternehmen in die Abwicklung.

Attila, inzwischen Vater dreier Söhne, ging mit seiner Frau nach Deutschland, genauer nach Berlin.

Ob Espresso, Milchkaffee oder Cappuccino -- Attila Felszeghy hat ein Händchen für Cafékultur. Am liebsten wäre er aber wieder Flugbegleiter.
Ob Espresso, Milchkaffee oder Cappuccino -- Attila Felszeghy hat ein Händchen für Cafékultur. Am liebsten wäre er aber wieder Flugbegleiter.

Ein Blitz-Umzug. Die Kinder blieben in Ungarn.

Er fing als Flugbegleiter bei einer deutschen Fluggesellschaft an. Nicht zuletzt, weil er perfektes Deutsch spricht (der Hallenser Zeit, aber auch der donauschwäbischen Mutter sei Dank) und natürlich Englisch. Kurze Zeit darauf ging er für den neuen Arbeitgeber nach Dresden - um allerdings vor dem Ende der Probezeit seine Stelle zu verlieren.

„Ohne Begründung“, sagt Attila ratlos. Dabei stehen 15 000 Flugstunden auf seinem Konto.

Schon damit ihm daheim die Decke nicht auf den Kopf fällt, arbeitet er seither als Barista in der Käseglocke: mit den perfekten Manieren eines Flugbegleiters, mit der Effizienz eines ehemaligen Offiziers. Noch.

Denn gerade hat sich Attila wieder auf eine Stelle als Flugbegleiter beworben, die von Dresden aus im Einsatz wäre.

Die barocke Innenstadt erinnert mich an Budapest

Die barocke Innenstadt mag Attila besonders gern.
Die barocke Innenstadt mag Attila besonders gern.

„Hier gefällt es uns besser als in Berlin.

Gerade die Innenstadt von Dresden erinnert in ihrer barock-verschnörkelten Art ein wenig an Budapest. Ich selbst bin am liebsten am Terrassenufer.

Wenn möglich, würden wir hier gern bleiben. Es gefällt mir in Dresden wirklich sehr.“

Woher kommt bloß diese Intoleranz?

Attila Felszeghy (50) mag Dresden. Am liebsten würde er hier bleiben. Inzwischen wohnt er seit einem Jahr in der Stadt.
Attila Felszeghy (50) mag Dresden. Am liebsten würde er hier bleiben. Inzwischen wohnt er seit einem Jahr in der Stadt.

„Ich verstehe diese aufkommende Intoleranz der Leute nicht. So weit ich Dresden kenne, sind hier doch immer Ausländer gewesen.

Ob nun die großen Stadtbaumeister oder die Gastarbeiter zu DDR-Zeiten. Wenngleich ich natürlich weiß, dass die Gastarbeitergruppen eher abgeschottet lebten.Aber sie waren nicht Feindseligkeit oder Angriffen ausgesetzt.

Meine Frau und ich hatten jüngst jeweils ein wirklich komisches Erlebnis. Beim Friseur erlebte meine Frau, wie ältere Dresdnerinnen über Frauen aus Pakistan herzogen. Als meine Frau die alten Damen darauf hinwies, sie sei selbst Ausländerin, wurde ihr gesagt, das sei etwas anderes.

Und bei mir an der Käseglocke regte sich jemand über die Nordafrikaner auf, die hier oft sitzen.

Als ich mich dann als Ungar outete, hieß es: „Na, Ihr seid ja gute Ausländer ...

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