Mutter tötet Sohn (†1): Was trieb sie zu dieser Horror-Tat?

Wincham (Großbritannien) - Der Ryanair-Pilot Peter Chilvers (33) soll seine Frau Magda Lesicka (33) so heftig terrorisiert haben, dass diese schließlich einen psychischen Zusammenbruch erlitt und ihren kleinen Sohn James (1) tötete. Jetzt müssen beide in den Knast.

Peter Chilvers (33) soll seine Frau Magda Lesicka (33) heftig terrorisiert haben.
Peter Chilvers (33) soll seine Frau Magda Lesicka (33) heftig terrorisiert haben.  © screenshot, Twitter

Die Tat ereignete sich am 26. August 2017, nachdem Peter Chilvers seiner Frau Magda Lesicka (33) unter anderem mehrfach gedroht haben soll, sie umzubringen, berichtete die "BBC" am Donnerstag.

2018 bekannte sich Magda Lesicka (33) für den Totschlag mit geminderter Verantwortung an ihrem Sohn für schuldig und wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt. Seit Juli 2018 sitzt sie ihre Strafe ab.

Grund für den Mord an ihrem Sohn soll ihre psychische Krankheit gewesen sein, die an diesem folgenschweren Tag ohne Vorwarnung plötzlich ausgebrochen sein soll. An die Tat selbst kann sich die 33-Jährige aber nicht mehr erinnern.

Im Fall Peter Chilvers war die Schuldfrage um ein vielfaches komplizierter.

Schließlich war er nicht direkt an der Tat beteiligt.

Jahre voller Terror...

Was man allerdings nicht unterschätzen darf ist, dass Magda Lesickas psychischer Zusammenbruch wohl durch den psychischen Terror ihres Mannes ausgelöst wurde. Es soll während ihrer Beziehung öfter zur Anwendung oder Androhung von körperlicher Gewalt gekommen sein. Außerdem habe er sie zu erniedrigenden sexuellen Handlungen gezwungen und sie von ihren Freunden isoliert.

Als die 33-jährige Mutter sich von ihrem Mann trennen wollte, ließ dieser das nicht zu und soll ihr sogar damit gedroht haben, sie zu töten, wenn sie ihm sein Kind wegnehmen würde und setzte sie so unter einen enormen Druck. Auf zwei Arten hatte sie vor dem Mord an ihrem Sohn nach Lösungen für ihre Notlage gesucht. Zum einen soll sie die Frauenschutzorganisation "Women's Aid" kontaktiert haben und sich zum anderen darüber informiert haben, was passiert, wenn man aus Notwehr tötet. Wollte sie also eigentlich ihren Mann umbringen?

"Es ist schwer, mich selbst als Opfer zu sehen, angesichts des tragischen Ausgangs. Ich weiß, dass mein Leben für immer verändert wurde und es gibt nichts, was ich tun kann, um es wieder zurück zu ändern." Dennoch sei "es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit versteht, was Peter Chilvers Missbrauch mir angetan hat." "Es hat mich zerstört", so Magda Lesicka in ihrer Zeugenaussage gegen ihren Mann.

Am Tag der Tat beschimpfte der Pilot seine Frau noch auf übelste Art und Weise am Telefon. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und während der Verhandlung dem Gericht vorgespielt.

Staatsanwalt Rob Hall sagte, ein solches Verhalten bestätige seine "schikanierende, kontrollierende, egozentrische Natur."

Oder missverstandener Vater?

Nach Angaben seines Verteidigers Mark Ford entspreche diese Beschreibung nicht der Wahrheit. Es würde ein völlig falsches Bild von seinem Mandanten gezeichnet. Auch seine neue Freundin Lisa Spencer beschreibe ihre Beziehung mit dem Angeklagten als unterstützend, kooperativ und liebevoll.

Nichtsdestotrotz wurde er jetzt zu 18 Monaten Haft verurteilt.

Titelfoto: screenshot, Twitter

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