Windenergie in Nord- und Ostsee soll verdreifacht werden

Hannover/Kiel - Die norddeutschen Küstenländer sollen künftig deutlich mehr zum Gelingen der Energiewende beitragen: Die Erzeugung von Windenergie auf Nord- und Ostsee soll nach Vorstellung der Bundesregierung und der norddeutschen Bundesländer stärker ausgebaut werden als bisher geplant.

Ein Umspannwerk und Windräder stehen in der Nordsee rund 43 Seemeilen westlich der Insel Sylt.
Ein Umspannwerk und Windräder stehen in der Nordsee rund 43 Seemeilen westlich der Insel Sylt.  © dpa/Christian Charisius

Die norddeutschen Energieminister berieten sich am Montag in Hannover mit Vertretern der Bundesregierung und der Wirtschaft über die Flaute der Windenergie.

Fünf Bundesländer waren mit ihren Energieministern und -senatoren beteiligt: Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

Weil der Ausbau der Windkraft bundesweit fast zum Erliegen gekommen ist, wollen die Nordländer der Branche neuen Schub verleihen.

Von derzeit rund 7 Gigawatt soll die installierte Leistung bis 2030 auf bis zu 20 Gigawatt steigen, wie Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) am Montag in Hannover nach einem Treffen mit Vertretern der Bundesregierung und der anderen Nordländer sagte.

"Der Ausbaudeckel ist angehoben: 20 Gigawatt bis 2030 ist nicht nur das erklärte Ziel, sondern, davon bin ich überzeugt, wird in den nächsten Wochen und Monaten auch rechtlich fixiert", sagte Lies.

Bisher waren 15 Gigawatt bis 2030 das Ziel.

Ein Windenergiepark im Sonnenaufgang.
Ein Windenergiepark im Sonnenaufgang.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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