Update wird teuer: 150.000 Computer der NRW-Behörden laufen noch mit Windows 7!

Köln/Düsseldorf - Weil die Landesregierung in allen Ressorts außer der Staatskanzlei noch mit Windows 7 arbeitet, muss sie nun fast 1,3 Millionen Euro für Sicherheits-Updates ausgeben.

Ein Paket mit Microsoft 7.
Ein Paket mit Microsoft 7.  © George Frey/EPA/dpa

Das hat NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper (CDU) auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mitgeteilt, wie am Mittwoch bekannt wurde.

Microsoft hatte den kostenlosen Support für Windows 7 Mitte Januar eingestellt.

Die "Rheinische Post" hatte berichtet, rund 15 Prozent der rund 150.000 Rechner der Landesbehörden seien bis zum Stichtag noch nicht auf ein neueres Betriebssystem umgestellt gewesen.

Microsoft hatte im vergangenen Quartal von seinem Fokus auf das Cloud-Geschäft und auch dem Ende des betagten PC-Systems Windows 7 profitiert.

Der Software-Riese steigerte den Umsatz um 14 Prozent auf 36,9 Milliarden Dollar (33,5 Mrd. Euro).

Der Gewinn sprang um 38 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar hoch, wie Microsoft zuletzt mitteilte.

Die Erlöse im Cloud-Bereich legte dabei um 27 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar zu. Im Windows-Geschäft mit Geräteherstellern gab es ein Plus von 18 Prozent.

Microsoft hatte im Januar die Unterstützung von Windows 7 eingestellt. Deswegen wechselten in den vergangenen Monaten bereits verstärkt Unternehmen auf das aktuelle Windows 10 - und kauften dabei oft auch gleich neue Computer.

Die NRW-Computer der Landesregierung müssen dringend ein Update erhalten.
Die NRW-Computer der Landesregierung müssen dringend ein Update erhalten.  © Mauritz Antin/epa/dpa

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