Kommt die Kältepeitsche? Bauernregel sagt harten Wintereinbruch voraus

Deutschland - Während wir in den kommenden Tagen noch einen Hauch Spätsommer genießen dürfen, wirft der Winter bereits seine Schatten voraus. Und schenkt man einer alten Bauernregel Glauben, wird es richtig ungemütlich.

In einigen Teilen Deutschlands, wie hier im Taunus, hat es schon geschneit.
In einigen Teilen Deutschlands, wie hier im Taunus, hat es schon geschneit.  © DPA

"Warmer Oktober bringt fürwahr stets einen kalten Januar/Februar", lautet die Weisheit, die einen harten Wintereinbruch im nächsten Jahr prophezeit.

Und auch wenn die moderne Meteorologie an derlei Bauernregeln zweifelt, ist ihre Trefferquote nicht zu unterschätzen. Laut "wetter.de" liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die oben zitierte Bauernregel zutrifft, sogar bei satten 90 Prozent.

Blickt man nämlich auf vergangene Jahre zurück, in denen der Oktober zu warm und trocken war, sei in 90 Prozent der Fälle ein überdurchschnittlich kalter Januar die Folge gewesen. In 65 Prozent der Fälle sei auch der Februar zu kalt ausgefallen.

In diesem Jahr könnte sich diese Statistik fortsetzen. Denn wie Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) belegen, war der diesjährige Oktober warm und zu trocken. Ja, es war sogar einer der sonnigsten seit Messbeginn im Jahr 1951.

Wärmstes Bundesland darf sich demnach Bremen mit im Schnitt 11,9 Grad nennen. Damit war es 2,1 Grad wärmer als zwischen 1961 und 1990. Zudem habe sich die andauernde Dürre im Oktober noch einmal verschärft.

Am ersten November-Wochenende soll es noch einmal richtig schön werden.
Am ersten November-Wochenende soll es noch einmal richtig schön werden.  © DPA

Laut Bauernregel also, perfekte Voraussetzungen für einen kalten Jahresbeginn! Allerdings geht dieser nicht zwangsläufig mit viel Schnee einher. Auch dafür gibt es eine Bauernregel.

"Viel Nebel im Oktober - viel Schnee im Winter", heißt sie und hat eine statistisch nachgewiesene Trefferquote von 60 Prozent. Da die Anzahl der Nebeltage in diesem Oktober überschaubar war, ist mit wenigen Schneetagen zu rechnen.

Doch es gibt Hoffnung, denn in vier von zehn Jahren traf diese Bauernregel laut "wetter.de" nicht zu. Es kann also doch mehr Schnee geben als erwartet.

Bevor es soweit ist, meldet sich ohnehin noch einmal der Spätsommer zurück. So soll es laut DWD vor allem am Sonntag vielfach sonnig und mit 11 bis 19 Grad für die Jahreszeit sehr mild werden.

Zuvor kann es am Freitag bei meist 10 bis 14 Grad noch etwas regnen, nachts kann sich Nebel bilden. Die Temperaturen fallen auf 8 bis 2 Grad, im Westen sind sogar leichte Minusgrade möglich. Am Samstag setzt sich dann Hochdruckwetter durch.

Die Sonne zeigt sich vor allem im Norden häufiger und erwärmt die Luft auf 9 bis 15 Grad. Örtlich können es bei blauem Himmel auch schon mehr werden, wie der Deutsche Wetterdienst für das Wochenende vorhersagte.

Titelfoto: DPA

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