Winterbiere: Es muss nicht immer Glühwein sein

Auch im Winter gibt's beim Bier die Qual der Wahl, denn mittlerweile gibt es viele verschiedene Sorten.
Auch im Winter gibt's beim Bier die Qual der Wahl, denn mittlerweile gibt es viele verschiedene Sorten.  © 123RF

Dresden - Zugegeben, die Biergartenzeit ist eindeutig vorbei. Wer aber auch im Winter auf ein leckeres Bierchen nicht verzichten will, für den gibt's jede Menge sogenannte Winterbiere.

Was genau die eigentlich ausmacht, welche Sorten dazuzählen und was die alten Wikinger mit dem Gerstensaft der kalten Jahreszeit zu tun haben, lesen Sie hier. Und wir verraten Ihnen auch, wie ein Bier zum Winterbier wird.

Was ist ein Winterbier?

An sich bezeichnet das Wort keine eigenständige Sorte, sondern einfach Biere, die gern um die Weihnachtszeit getrunken werden.

Besonders charakteristisch für solche Biere ist die hohe Stammwürze. Die liegt mit meist mehr als 13 Prozent weit höher als bei den Sommerbieren.

Außerdem sind im Winter besonders malzhaltige Biere gefragt. Oft sind diese Biere auch mit Kaffee- oder Schokonoten versehen und haben einen cremigen Schaum.

Und noch etwas eint die winterlichen Biersorten: Sie sind allesamt nur in der kalten Jahreszeit erhältlich.

Beliebte Sorten

Kräftige dunkle Bockbiere, auch der Doppelbock, zählen beispielsweise zu den beliebten Sorten der kalten Jahreszeit. Aber auch tiefschwarze Stouts (obergäriges Bier), Porterbiere mit Röstaromen, rötliche Barleywines (hoher Alkoholgehalt) oder belgische Quadrupels sind typische Winterbiere.

Bierstacheln und Eisbock

Besonders originelle Herstellungsverfahren für Winterbiere sind das Bierstacheln und der Eisbock. Beim Bierstacheln kommt ein Metallstab mit Holzgriff zum Einsatz, der mit Hilfe eines Bunsenbrenners stark erhitzt wird. Dann wird dieser kurz ins kalte Bier gehalten. Dadurch entsteht karamellisierter Restzucker und ein besonders cremiger Schaum.

Auch der Eisbock ist in der Herstellung recht simpel. Ein starkes Bier wird eingefroren, um dann langsam wieder aufgetaut zu werden. Das geschmolzene Bierkonzentrat wird gesammelt, das gefrorene Wasser abgegossen. So entsteht ein sehr starkes Bier (Eisbock), da der Alkoholgehalt erhöht wurde.

Schon gewusst?

Die Tradition der Winter- oder auch Weihnachtsbiere geht auf die alten Wikinger zurück. Sie brauten Biere für ihr großes Fest zur Wintersonnenwende, den kürzesten Tag des Jahres.

Auch diese Biere wurden stärker eingebraut, um den kalten Temperaturen mit höherem Alkoholgehalt zu trotzen.


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