Sibirische Kälte: Hier ist der Schnee schon da

Auf dem Wurmberg bei Braunlage im Harz (Niedersachsen) ist der erste Schnee gefallen.
Auf dem Wurmberg bei Braunlage im Harz (Niedersachsen) ist der erste Schnee gefallen.

Von Steffi Suhr

und Uwe Schneider

Offenbach/leipzig - Sibirische Kaltluft des Hochs "Christine" hat weiten Teilen Deutschlands den Winter-Einbruch gebracht.

Im Nordwesten, vor allem Niedersachsen schneite es bereits. Bei den Temperaturen war Deutschland allerdings zweigeteilt - zwischen den kältesten und wärmsten Orten lagen fast 20 Grad.

Während im Osten eisige Sibirien-Temperaturen herrschen, wurden in Karlsruhe acht Grad plus gemessen.

In Mecklenburg-Vorpommern habe es sich am Vormittag nach minus 29 Grad angefühlt. In Frankfurt an der Oder trieben erste Eisstücke auf dem Fluss.

Auch in Sachsen hat sich der Winter sehr kalt, aber fast ohne Schnee gemeldet. Selbst auf dem Fichtelberg seien nur kümmerliche zwei Zentimeter Schnee gemessen worden, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag in Leipzig.

Ein Streufahrzeug ist auf der A28 in Niedersachsen unterwegs.
Ein Streufahrzeug ist auf der A28 in Niedersachsen unterwegs.

Mit minus zehn Grad war es auf dem Fichtelberg und in Görlitz aber sehr kalt. Im Vogtland wurde mit einem Zentimeter ebenfalls lediglich ein Hauch von Schnee gemessen.

Am Montag breitet sich den Angaben der Meteorologen zufolge der Schneefall auf ganz Sachsen aus. Dabei könne mit bis zu sieben Zentimetern Neuschnee gerechnet werden.

Allerdings dauert das Ganze nur bis zum Nachmittag, dann steigen die Temperaturen an und der Schnee geht in Regen über. Bei weiterhin kalten Böden kann es extrem glatt werden.

"Möglicherweise schafft es der Schnee am Montag auch bis nach Dresden“, sagt Meteorologe Jens Oehmichen (47) vom Deutschen Wetterdienst. Die Vorhersagen sind derzeit schwer. Denn die Landeshauptstadt liegt „zwischen den Fronten“. Über uns kämpfen das Tief Gerd (warm, aus dem Westen kommend) und das Hoch Christine (kalt, aus dem Osten kommend) um jeden Zentimeter gegeneinander.

Die Folge ist aber: „Es wird schmuddeliges Novemberwetter“, so Oehmichen. „Die Sonne sehen wir fast gar nicht in Dresden. Die Temperaturen liegen immer um Null Grad.“

Erst am Freitag könnten die „Fronten“ wieder geklärt sein. „Dann wird es insgesamt wieder milder“, so der Meteorologe.

Echter Winter geht anders: Kinder versuchen in Bayern auf einer dünnen Schneedecke zu rodeln
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Fotos: dpa


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