Findet Friedrich Merz klassische Medien überflüssig? "Wir brauchen die nicht mehr"

Berlin - Friedrich Merz (64, CDU) sorgt mit seinen Aussagen für scharfe Kritik: Klassische Medien und Journalisten seien verzichtbar. In einem offenen Brief kündigt der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) "erbitterten Widerstand" an.

CDU-Politiker Friedrich Merz (64) hält klassische Medien für verzichtbar.
CDU-Politiker Friedrich Merz (64) hält klassische Medien für verzichtbar.  © Christian Charisius/dpa

Soziale Kanäle statt klassischer Medien? Bei einer Veranstaltung in Aachen sorgte CDU-Mann Friedrich Merz mit Aussagen über Medien und Journalisten für Empörung beim DJV.

"In Aachen haben Sie von einer Machtverschiebung zugunsten der Politiker gesprochen, die heute über ihre eigenen Kanäle verfügen", richtet sich nun der DJV-Vorsitzende Frank Überall (48) in einem offenen Brief an Merz.

Merz habe über Journalisten gesagt: "'Wir brauchen die nicht mehr.' Das sei eine gute Folge der Digitalisierung". Darüber sei man "in hohem Maß irritiert".

Der Verband teilte den Brief auch via Twitter und richtete sich mit Fragen an Merz: "Wollen Sie als potentieller künftiger CDU-Vorsitzender und Kanzlerkandidat allen Ernstes Journalisten und Medien als vierte Säule des Staates aushebeln? Dann sagen wir Ihnen erbitterten Widerstand voraus! #Pressefreiheit."

Merz antwortete daraufhin, dass es zwar richtig sei, dass heutzutage jeder auch über Soziale Medien "Themen setzen kann". Allerdings würde diese Feststellung nicht die "Bedeutung einer freien Presse" in Frage stellen.

Der CDU-Politiker halte Pressefreiheit für eine Grundvoraussetzung einer freien Gesellschaft.

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