"Wir gewinnen solange, bis wir rechnerisch durch sind!“

Präsident Helge Leonhardt ist vorsichtig optimistisch wenn es um den Aufstieg geht.
Präsident Helge Leonhardt ist vorsichtig optimistisch wenn es um den Aufstieg geht.

Von Thomas Nahrendorf

Aue - Als das Ergebnis aus Erfurt im Stadion durchgesagt wurde, stand das weite Rund Kopf. Die Fans jubelten, die Spieler feierten. Acht Punkte Vorsprung auf den Dritten VfL Osnabrück und noch fünf Spiele - kann jetzt geplant werden?

Präsident Helge Leonhardt wich der Frage aus, brauchte zehn Sekunden für eine Antwort: „Wir spielen nächste Woche in Wiesbaden, da wollen wir wieder gewinnen“, grinste er dann und vermied eine klare Aussage.

Wie auch Nicky Adler: „Wir gewinnen solange, bis wir rechnerisch durch sind. Vorher gibt es dazu keine konkreten Aussagen“, meinte der Siegtorschütze.

Zumindest ließ er sich noch entlocken, dass acht Punkte Vorsprung fünf Spieltage vor Schluss recht satt sind. „Das kann man durchaus so sagen. Aber wir werden uns nicht darauf ausruhen. Wir machen einfach weiter“, powerte Adler, der Sekunden vorm Abpfiff noch noch die Querlatte des Bremer Gehäuses getroffen hatte.

Nicky Adler gegen Mohamed Aidara.
Nicky Adler gegen Mohamed Aidara.

Weitermachen mit Gewinnen! Das 1:0 gegen Bremen war der dritte Sieg in Folge - und das jedes Mal ohne Gegentor. Zwar diesmal nicht so glanzvoll wie in den Wochen zuvor, aber das hatte auch keiner erwartet.

„Wir wussten ja schon aus dem Hinspiel, was da auf uns zukommt. Darauf wollten wir eine Antwort geben. Dass es schwer wird, war uns allen klar“, sagte Rechtsverteidiger Calogero Rizzuto.

„Wir haben das gut geschafft, auch wenn Mitte der ersten Hälfte die Konsequenz gefehlt hat. Da hat Bremen den Ball gut laufenlassen. Da waren wir nicht so drin“, erkannte er.

Vieles wäre einfacher geworden, hätte Rizzuto in der 19. Minute die Führung gemacht. „Ach Mann“, ärgerte er sich. „Ich habe nach der Ecke zwei Zweikämpfe geführt, bin dann mit Pascal Köpke nach vorn gesprintet. Mir hat dann einfach die Kraft gefehlt, so ging der Ball frei vorm Tor leider vorbei. Ich hätte so gern getroffen und der Mannschaft geholfen. Aber es hat ja zum Glück trotzdem gereicht“, lächelte Rizzuto verschmitzt.

Und was sagt er zu den jetzt acht Punkten Vorsprung auf latz drei, auf Osnabrück? „Schön, aber noch nicht entscheidend.“ Bescheiden, der Mann!

Aue jubelt über das 1:0 von Nicky Adler gegen Bremen II.
Aue jubelt über das 1:0 von Nicky Adler gegen Bremen II.

Fotos: Picture Point/S. Sonntag


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