"Wir warten aufs Christkind": Fünf Fun-Facts zum 20. Geburtstag des Kult-Albums

Düsseldorf - Die Adventszeit hat begonnen und damit auch die Dauer-Berieselung mit süßlichen Weihnachtsliedern von "Stille Nacht" bis zum unausweichlichen "Last Christmas".

Für diejenigen, denen das irgendwann zu viel wird, gibt es aber erstklassige Alternativen. Eine der beliebtesten ist das Weihnachts-Album der Toten Hosen, das die Düsseldorfer Band unter dem Pseudonym "Die Roten Rosen" aufgenommen hat.

In diesem Jahr feiert nun "Wir warten auf's Christkind" seinen 20. Geburtstag! Grund für uns, für Euch fünf eher unbekannte Fakt zum Klassiker zusammenzutragen.

Fact 1: Die Rosen recyclen die Hosen

Die Stücke "Frohes Fest", "Leise rieselt der Schnee" und "Alle Jahre wieder" waren bereist Teil der Single der Toten Hosen "Sascha... ein aufrechter Deutscher" von 1992.

"Frohes Fest" stammt sogar aus dem Jahr 1987 und war - mit anderem Text - Teil der Alternative-Weihnachts-Compilation "How Much More Black can it Be".

Fact 2: Album-Titel basiert auf ARD-Kult-Programm

Die Älteren unter Euch werden sich bestimmt noch daran erinnern.

35 Jahre lang zeigte das Erste an Heilig Abend sein mehrere Stunden dauerndes Kinderprogramm "Wir warten auf's Christkind", das den Kindern die Wartezeit auf die Bescherung verkürzen sollte.

In einer Rahmenhandlung mit bekannten ARD-Figuren und dem Hasen Cäsar oder Hein Blöd und vielen Gästen waren diverse Klassiker des Kinder-Fernsehens wie zum Beispiel die Stücke der "Augsburger Puppenkiste" eingebettet.

Lustiges Detail am Rande: 1989 waren Die Toten Hosen zu Gast bei "Wir warten auf's Christkind".

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Fact 3: So brachten sich die Roten Rosen im Sommer in Weihnachts-Stimmung

Zu den witzigsten Legenden um die Entstehung von "Wir warten auf's Christkind" zählt die folgende:

Die Aufnahmen für die neuen Stücke fanden im Sommer 1998 statt. Man wollte das Album ja noch vor der Adventszeit auf den Markt bringen.

Um sich bei Hitze und Sonnenschein in angemessene Weihnachts-Stimmung zu versetzen, wurde im Studio ordentlich simuliert. Die Klimaanlage produzierte winterliche Temperaturen, ein Weihnachtsbaum schmückte das Studio, es gab Plätzchen und größere Menge Glühwein durften natürlich auch nicht fehlen.

Das fertige Album erschien dann am 25. Oktober 1998.

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Fact 4: Idee für Weihnachts-Punk stammt aus England

Die Idee, unter einem Pseudonym ein Album mit punkigen Weihnachtsliedern aufzunehmen stammt nicht von Campino und Co.

Bereits 1980 brachte die 1976 gegründete Punk-Band The Boys als "The Yobs" ihr schlicht "Christmas Album" betiteltes Werk heraus, auf dem unter anderem Klassiker wie "Jingle Bells" oder "Silent Night" zu hören waren.

1991 folgte dann der Nachfolger "The Yobs' Xmas 11".

Fact 5: Weihnachtskonzerte mit den Roten Rosen

Im Dezember 1998 gaben die Roten Rosen insgesamt 13 Weihnachtskonzerte.

Der Abschluss der Mini-Tour wurde natürlich in Düsseldorf - am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Philipshalle - gefeiert.

Dieses kam dann im folgenden Jahr als "Die Toten Hosen & Die Roten Rosen: Wir warten auf's Christkind" als Video auf den Markt.

Titelfoto: Verlag/DPA Montage

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