Schock vor Weihnachten: VW streicht 7000 Stellen!

Hannover - Kahlschlag beim Autokonzern VW! Die Umrüstung auf Elektro-Antriebe zwingt den Hersteller auch seine Werke in Deutschland auf den Prüfstand zu stellen. Mit erheblichen Konsequenzen.

In Emden wird seit etwa 50 Jahren der VW Passat gebaut.
In Emden wird seit etwa 50 Jahren der VW Passat gebaut.  © DPA

E-Autos sind erheblich leichter herzustellen. Das bedeutet, VW rüstet auch seine Werke um. Besonders heftige Konsequenzen hat das für die Werke in Hannover und Emden. Um die 22.000 Menschen arbeiten hier für VW.

Die F.A.Z. hat nun herausgefunden, dass in den Werken Hannover und Emden ein Kahlschlag droht. Etwa ein Drittel aller Stellen soll nämlich wegfallen. Von etwa 7000 Arbeitsplätzen ist konkret die Rede.

Der Konzern wollte sich zu diesen Zahlen nicht äußern. Aber im Vertrag zur Beschäftigungssicherung steht bereits, dass der Abbau durch Altersteilzeit und die natürliche Fluktuation erfolgen soll. Befristet angestellte Arbeitnehmer sollen Angebote von Porsche und für das VW-Werk in Kassel bekommen.

Es ist geplant, dass das VW-Werk in Emden ab 2022 E-Autos verschiedener Marken herstellen soll. Bisher wurde hier der Passat gebaut, seit mehr als 50 Jahren. Die Produktion des Klassikers soll in das tschechische Kvasiny abwandern.

In Hannover soll ab 2022 das Modell ID Buzz produziert werden. Dabei handelt es sich um einen Bully mit E-Antrieb.

Insgesamt will VW in den nächsten fünf Jahren 30 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren.

Der neue VW Buzz fährt nur mit Strom.
Der neue VW Buzz fährt nur mit Strom.  © DPA

Für den VW-Standort Sachsen deutet sich kein Stellenabbau an. Im Gegenteil. "Zwickau wird zum größten Zentrum für E-Mobilität in Europa", so ein VW-Sprecher.

Derzeit beschäftigt VW in Zwickau rund 7700 Mitarbeiter. Bis Mitte 2020 das soll Werk in Zwickau umgebaut werden, von heute 100 Prozent Verbrenner auf 100 Prozent E-Autos.

Schon 2020 wolle die Marke auf 100.000 Elektroautos kommen, diese sollen in Zwickau hergestellt werden, sagte VW-E-Mobilitäts-Vorstand Thomas Ulbrich.

In Zwickau sei ein schrittweiser Umstieg auf E-Autos geplant. Golf und Golf Variant würden noch bis Mitte 2019 beziehungsweise bis Mitte 2020 weiter produziert. Die Belegschaftsstärke bleibe in der Umbauphase unverändert.

Der erste ID schon im Jahr 2019

Der VW-Konzern wird schon im Jahr 2019 mit der ein oder andere Überraschung kommen. Denn nicht nur im Elektrobereich, auch im Benzin und Diesel-Segmet werden neue Modelle erwartet. Neben dem neuen Golf kommt auch der erste Elektrowagen aus der ID-Baureihe an. Sein Name: ID Neo. Es ist der Start einer neuen Reihe, die rein elektrisch daherkommt und optisch durch einen großen Radabstand und große Räder auffällt.


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