Rente mit 68? Aiwanger stellt sich gegen Experten-Rat

München – Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters in Deutschland würde nach Ansicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50, Freie Wähler) den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50, Freie Wähler) sieht keine Lösung in einem späteren Rentenbeitrittsalter. (Archiv)
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (50, Freie Wähler) sieht keine Lösung in einem späteren Rentenbeitrittsalter. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

"In unserem Sozialstaat versickert viel Steuergeld an falscher Stelle. Die Antwort darauf darf aber nicht sein, dass diejenigen, die schon 45 Jahre gearbeitet haben, am Ende 50 Jahre arbeiten müssen, um Sozialbetrug an anderer Stelle zu vertuschen", sagte der Chef der Freien Wähler am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Ansonsten werde die Arbeitsmoral der Erwerbstätigen untergraben und der Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet.

Zuletzt war bundesweit erneut eine Diskussion darüber entbrannt, ob das Renteneintrittsalter angehoben werden muss.

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Experten, die das Bundeswirtschaftsministerium beraten, hatten in einem Gutachten eine Anhebung auf 68 Jahre vorgeschlagen. Derzeit gilt ein stufenweiser Anstieg des Eintrittsalters auf 67.

Hintergrund ist die Alterung der Gesellschaft: Bei der Rente stehen auf Dauer zu viele Empfänger zu wenigen Beitragszahlern gegenüber.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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