Bitcoin, Ethereum und Co. stürzen ab: Kryptomarkt verliert an einem Tag knapp 125 Milliarden Euro!

Deutschland - Schlechte Zeiten für Kryptowährungen: Bitcoin, Ether und viele weitere Coins haben am heutigen Freitag extrem an Wert verloren. Schon den ganzen Januar über machen die digitalen Münzen keine gute Figur - woran liegt das?

Ein Bitcoin war im vergangenen November noch mehr als 68.500 US-Dollar wert, nun sind es nur noch knapp 39.000. (Symbolbild)
Ein Bitcoin war im vergangenen November noch mehr als 68.500 US-Dollar wert, nun sind es nur noch knapp 39.000. (Symbolbild)  © Nicolas Armer/dpa

In den letzten Wochen hat die gesamte Finanzwelt einiges einstecken müssen, doch vor allem am Kryptomarkt ging es ordentlich bergab. Das sieht man zum Beispiel am berühmtesten Vertreter dieser Branche - dem Bitcoin.

Der Wert der aktuell prominenteste aller digitalen Währungen fiel am heutigen Freitag unter die Marke von 39.000 US-Dollar. Laut der dpa kostete ein Bitcoin zwischenzeitlich nur noch 38.259 Dollar, am Vortag waren es noch mehr als 43.000 Dollar. Den Daten von "Finanzen.net" zufolge lag der Verlust der vergangenen 24 Stunden bei knapp 4,6 Prozent! (Stand: 17.40 Uhr)

Im Verlauf des vergangenen Monats ist die Währung sogar um 20,8 Prozent abgestürzt. Dabei hatte sie im November 2021 noch ein All-Time-High von 68.530 Dollar pro Stück erreicht.

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Anderen Coins aus der Kryptowelt geht es ganz ähnlich: Ethereum hat innerhalb eines Tages 5,3 Prozent und im letzten Monat 29,5 Prozent verloren, beim Litecoin sind es 4,8 und 20,4 Prozent, beim Neo beträgt der Tages- und Monats-Verlust 6,5 beziehungsweise 18,5 Prozent und die Liste könnte noch lange so weitergehen.

Laut "News.com.au" ergibt der allgemeine Absturz am heutigen Freitag einen Kypto-Wertverlust von knapp 144 Milliarden US-Dollar, also etwa 125 Milliarden Euro - und das an nur einem einzigen Tag!

Wechsel in der Geldpolitik der USA sorgt für miese Krypto-Kurse

Im Krypto-Bereich muss man immer mit starken Kursschwankungen rechnen. (Symbolbild)
Im Krypto-Bereich muss man immer mit starken Kursschwankungen rechnen. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Natürlich sind die digitalen Währungen bekannt dafür, hochvolatil zu sein. Das heißt also, dass ihre Werte regelmäßig stark hoch- und runter-schwanken. Deshalb ist es auch so riskant, das eigene Geld auf diese Werte zu setzen.

Trotzdem gibt es meist Gründe für die Ups und Downs von Bitcoin und Co. Woran liegt also die momentane Talfahrt?

Den größten Faktor spielt dabei die aktuelle Geldpolitik in den USA: Wegen der hohen Inflation im Land will die US-amerikanische Notenbank Fed bald den Leitzins von derzeit 0 bis 0,25 Prozent auf bis zu 1 Prozent erhöhen, im Verlauf des Jahres soll es dabei drei oder vier Anhebungen geben.

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Das bedeutet, dass Kredite in den USA teurer werden, weil Banken dafür höhere Zinsen verlangen. Zwar dürfte dadurch die Inflation langfristig schrumpfen, besonders für riskantere Anlagen - wie eben Kryptowährungen - ist das aber schlecht, weil die Investoren nicht mehr so risikobereit sind.

Bleibt also abzuwarten, wie es mit der US-Geldpolitik weitergeht und ob die Kryptowelt ihren aktuellen Abwärtstrend bald beenden kann.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa und Nicolas Armer/dpa

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