Corona-Hamsterbilanz: Klopapier-Produktion steigt auf gigantisches Ausmaß

Düsseldorf - Die Klopapier-Hersteller in Nordrhein-Westfalen haben nach dem sprunghaften Nachfrageanstieg zu Beginn der Corona-Krise im März einen Rekord aufgestellt.

Klopapier war zu Beginn der Corona-Pandemie ein stark gefragtes Gut.
Klopapier war zu Beginn der Corona-Pandemie ein stark gefragtes Gut.  © Rene Traut/dpa

Mit 59.302 Tonnen produzierten die fünf größeren Hersteller gut ein Viertel mehr Toilettenpapier als zur gleichen Zeit im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Das entspricht wohl dem höchsten monatlichen Volumen, das in den vergangenen zehn Jahren in einem Monat hergestellt wurde, wie vorläufige Ergebnisse des Amtes belegen. 

Gegenüber dem Februar wurde im März sogar 50 Prozent mehr der gefragten Ware produziert. 

Von den 1,05 Milliarden Tonnen Klopapier, die 2019 in Deutschland hergestellt wurden, kam mehr als die Hälfte aus den fünf NRW-Betrieben.

Hamsterkäufe gehen zurück

Nach Hamsterkäufen zu Beginn der Corona-Pandemie scheint sich das Kaufverhalten der Verbraucher zu ändern. Nach einer eingeschränkt repräsentativen Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes lag beispielsweise der Absatz von Toilettenpapier in der Woche nach Ostern (13.-19.4) wie schon in der Vorwoche fast zwei Drittel unter dem Durchschnittswert der Monate August 2019 bis Januar 2020. 

Auch bei anderen Produkten wie Teigwaren, Reis und passierten Tomaten, mit denen sich die Verbraucher zuvor in großem Stil eingedeckt hatten, sank der Absatz. 

Titelfoto: Rene Traut/dpa

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