RAG will Grubenwasser in Rhein statt in Emscher leiten

Essen/NRW - Das Bergbauunternehmen RAG will dieses Jahr die Einleitung von Grubenwasser aus stillgelegten Zechen in die Emscher beenden.

16.12.2020, Nordrhein-Westfalen, Bergkamen: ThyssenKrupp Mitarbeiter verlegen Rohre am Schacht von Haus Aden. Auch zwei Jahre nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland fahren noch immer Bergleute nach Untertage ein.
16.12.2020, Nordrhein-Westfalen, Bergkamen: ThyssenKrupp Mitarbeiter verlegen Rohre am Schacht von Haus Aden. Auch zwei Jahre nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland fahren noch immer Bergleute nach Untertage ein.  © Ina Fassbender/RAG/dpa

Das Wasser aus dem Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop soll unterirdisch zum Standort der ehemaligen Schachtanlage Lohberg am Niederrhein fließen, sagte der RAG-Vorstandsvorsitzende Peter Schrimpf.

Dort wird das Grubenwasser hochgepumpt und in den Rhein geleitet. Prosper Haniel war Ende 2018 als letzte deutsche Steinkohlenzeche geschlossen worden.

Damit sei ein wichtiger Schritt getan, die Emscher bis Ende 2021 vollständig von Grubenwasser zu befreien, betonte Schrimpf.

Der durch Bergbau und Industrialisierung zum Abwasserkanal gewordene Fluss wird derzeit in einem Milliardenprojekt renaturiert.

Grubenwasser ist Regenwasser, das in die Tiefe sickert, dabei Salze und Metalle auswäscht und sich in den unterirdischen Hohlräumen sammelt.

Grubenwasser wird künftig in den Rhein geleitet

Damit sich das Grubenwasser nicht mit dem Grundwasser vermischt, muss es auf Dauer abgepumpt werden. Das soll künftig an nur doch sechs Stellen im Ruhrgebiet geschehen.

Dort soll das Wasser unterirdisch zusammenlaufen, mit großen Tauchpumpen gehoben und in Ruhr, Lippe und Rhein eingeleitet werden.

Titelfoto: Ina Fassbender/RAG/dpa

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