Inflation: Preise explodieren historisch - das steht im Bericht des Wirtschafts-Ministeriums für 2022!

Berlin - Die hohe Inflationsrate in Deutschland dürfte sich aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums zu Beginn des Jahres 2022 wieder verringern.

Die Inflationsrate in Deutschland hatte im August mit 3,9 Prozent erstmals seit knapp 28 Jahren wieder an der Vier-Prozent-Marke gekratzt. (Symbolbild)
Die Inflationsrate in Deutschland hatte im August mit 3,9 Prozent erstmals seit knapp 28 Jahren wieder an der Vier-Prozent-Marke gekratzt. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Begründet wird dies in einem am Montag veröffentlichten Bericht zur wirtschaftlichen Lage im September damit, dass Sondereffekte auslaufen.

Die Inflationsrate in Deutschland hatte im August mit 3,9 Prozent erstmals seit knapp 28 Jahren wieder an der Vier-Prozent-Marke gekratzt.

Seit Monaten heizen überdurchschnittlich steigende Energiepreise die Teuerung an. Außerdem schlägt die Rücknahme der temporären Mehrwertsteuersenkung voll zu.

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Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell teuer.

Das Wirtschaftsministerium nannte den sogenannten Basiseffekt aufgrund der temporären Senkung der Mehrwertsteuersätze ein Jahr zuvor ausschlaggebend für das erhöhte Niveau ab Jahresmitte.

Entwicklungen an den Rohstoffmärkten lässt mittelfristige Entspannung beim Ölpreis erwarten, "konjunkturelle Grunddynamik bleibt positiv"

Alles wird teurer. Gerade auch der Sprit an den Zapfsäulen.
Alles wird teurer. Gerade auch der Sprit an den Zapfsäulen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Bereits zu Jahresbeginn hätten weitere Sonderfaktoren wie die Einführung der CO2-Bepreisung für einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate gesorgt.

Nach Auslaufen der Sondereffekte dürfte sich der Auftrieb zum Jahreswechsel wieder deutlich abschwächen.

Außerdem hieß es, aktuell ließen die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten eine mittelfristige Entspannung beim Ölpreis erwarten.

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Weiter hieß es zur wirtschaftlichen Lage, die bestehenden Lieferengpässe würden die Industriekonjunktur auch in den kommenden Monaten belasten. "Dennoch bleibt die konjunkturelle Grunddynamik positiv."

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa, Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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