Insolvenz Adler Modemärkte: Hunderte Arbeitsplätze futsch, Filialen werden geschlossen

Haibach - Die Textilkette Adler Modemärkte hat ihr Insolvenzverfahren nach zwei Monaten beendet.

Die Textilkette Adler Modemärkte führt mehr als 130 Filialen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz weiter.
Die Textilkette Adler Modemärkte führt mehr als 130 Filialen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz weiter.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Bis zu 500 der insgesamt 3100 Arbeitsplätze fallen weg, rund 30 Filialen sind von Schließungen betroffen, wie ein Sprecher des neuen Eigentümers Zeitfracht Gruppe am Dienstag sagte.

Der Insolvenzplan sei erfolgreich umgesetzt worden, man führe mehr als 130 Filialen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz weiter und habe mehr als 2600 Arbeitsplätze retten können.

Das Insolvenzverfahren war im Januar beantragt und am 1. Juli eröffnet worden. Der neue Eigentümer Zeitfracht Logistik Holding GmbH übernimmt 100 Prozent der Anteile des Modehändlers und führt die Filialen weiter. Nach derzeitigem Stand blieben 137 Filialen geöffnet, sagte der Unternehmenssprecher.

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Die Schließungen seien ein noch laufender Prozess, betroffen seien Filialen in Deutschland.

In den Adler-Filialen soll es künftig mehr zu kaufen geben

"Der Abschluss eines Insolvenzverfahrens dieser Größe und Komplexität nur gut sieben Monate nach Antragstellung und zwei Monate nach Eröffnung dürfte beispiellos sein", sagte der Adler-Generalbevollmächtigte Christian Gerloff.

"Dies gilt umso mehr, wenn man in Rechnung stellt, dass das operative Geschäft wegen der coronabedingten Filialschließungen bis in den Frühsommer hinein de facto stillstand."

Die Berliner Unternehmensgruppe Zeitfracht war im Textileinzelhandel bislang nicht vertreten. Sie ist auf Logistiklösungen spezialisiert und als Buchgroßhändler aktiv. Helfen bei der Sanierung von Adler soll der Ausbau des Onlinegeschäfts.

Außerdem soll es in den Adler-Filialen künftig mehr zu kaufen geben: Laut Zeitfracht führen die Adler-Märkte bereits heute ein großes Sortiment an Nicht-Textilien, das Angebot soll noch erweitert werden.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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