Internet-Kriminelle wollen Bank erpressen, doch statt Geld gibt's nur ein Dickpic

Lusaka (Sambia) - Das hat sich eine Bande von Internet-Kriminellen wohl etwas anders vorgestellt. Denn statt Geld schickte ihnen die Zentralbank von Sambia ein Dickpic nebst deftigsten Beleidigungen.

Internetkriminelle haben die Zentralbank von Sambia angegriffen. Doch da gab es nichts zu holen. Die Bank war vorbereitet. (Symbolbild)
Internetkriminelle haben die Zentralbank von Sambia angegriffen. Doch da gab es nichts zu holen. Die Bank war vorbereitet. (Symbolbild)  © NICOLAS ASFOURI / AFP

Mitte Mai teilte die Zentralbank von Sambia mit, dass Internetkriminelle versucht hatten in ihre Computersysteme einzudringen und diese zu sabotieren. Doch sie scheiterten kläglich.

Jetzt liegen dem Wirtschaftsportal "Bloomberg" Informationen über die Hintergründe dieses Erpressungsversuches vor.

Demnach wollten die Hacker mittels der Software "Hive" kritische Festplatten und Daten verschlüsseln. So wäre der Geschäftsverkehr wohl für Tage, wenn nicht gar Wochen lahmgelegt worden.

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Die Masche ist nicht neu. Begleitet werden solche Attacken häufig von der Aufforderung ein hohes Lösegeld zu zahlen, vorzugsweise in Bitcoin. Dafür werden dann die betroffenen Festplatten wieder entschlüsselt.

Doch in diesem Fall war die Bank vorbereitet. Ein Vertreter der Bank sagte gegenüber Bloomberg: "Wir wussten, dass unsere Kernsysteme geschützt waren, es wäre noch nicht mal nötig gewesen, (mit den Erpressern) in Kontakt zu treten."

Trotzdem habe man ihnen gesagt "wo es langgeht".

Es liegen pikante Chatverläufe vor

Das einzige was die Kriminellen erbeuteten, war ein Foto und unfreundliche Worte. (Symbolbild)
Das einzige was die Kriminellen erbeuteten, war ein Foto und unfreundliche Worte. (Symbolbild)  © 123rf/Björn Forenius

Was der Bänker damit gemeint haben könnte, haben die Cybersecurity-Experten von "BleepingComputer" rausgefunden.

Denn dem Medium liegen pikante Chatverläufe vor. Demnach haben Vertreter der Bank eine deftige Antwort an die Kriminellen formuliert, eingebettet in ein Dickpic, also einem Penis-Bild.

Dort heißt es: "Lutscht diesen Schwanz und hört auf, Banknetzwerke zu sperren, weil ihr denkt damit Geld zu machen. Lernt wie man Geld verdient."

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Auf Twitter wird die Bank gefeiert

Obwohl diese einmalige Reaktion so gar nicht zu biederen Bänkern passen will, feiern Twitter-User und Sicherheitsexperten die Bank. Denn der beste Weg solche Angriffe zu stoppen, ist es, kein Lösegeld zu zahlen.

Titelfoto: Montage: NICOLAS ASFOURI / AFP,123rf/Björn Forenius

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