Milliarden-Deal! Lanxess übernimmt US-Unternehmen

Köln – Der Kölner Konzern Lanxess übernimmt des US-Unternehmens Emerald Kalama Chemical und will damit das Geschäft mit Lebensmitteln und Tiernahrung stärken.

Der Chemiekonzern Lanxess hat einen Vertrag zur Übernahme des US-Unternehmens Emerald Kalama Chemical unterzeichnet. (Symbolbild)
Der Chemiekonzern Lanxess hat einen Vertrag zur Übernahme des US-Unternehmens Emerald Kalama Chemical unterzeichnet. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Wie Lanxess am Sonntag in Köln mitteilte, wurde ein Vertrag zur Übernahme von Emerald Kalama Chemical unterzeichnet.

Das US-Unternehmen sei einer der weltweit führenden Hersteller von Spezialchemikalien vor allem für den Konsumbereich.

Abzüglich Verbindlichkeiten ergebe sich ein Kaufpreis von rund 1,04 Milliarden US-Dollar (867 Millionen Euro). Die Transaktion werde aus vorhandenen liquiden Mitteln finanziert und voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 vollzogen, teilte Lanxess weiter mit.

Verlag der Schwäbischen Zeitung übernimmt den Nordkurier
Wirtschaft News Verlag der Schwäbischen Zeitung übernimmt den Nordkurier

Emerald Kalama Chemical beschäftige weltweit rund 500 Mitarbeiter und betreibe drei Produktionsstandorte.

Das Unternehmen erzielte den Angaben zufolge 2020 einen Umsatz von rund 425 Millionen US-Dollar und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen (EBITDA) von etwa 90 Millionen Dollar.

US-Unternehmen investiert in Lebensmittel und Tiernahrung

Rund 45 Prozent seines Umsatzes erwirtschafte Emerald Kalama Chemical in Nordamerika. Etwa drei Viertel des Umsatzes entfielen auf Spezialitäten für den Konsumentenbereich - etwa Konservierungsstoffe für Lebensmittel, Haushalt und Kosmetik, Aroma- und Duftstoffe sowie Produkte für Tiernahrung.

Das übrige Viertel komme aus dem Geschäft mit Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen. Das Unternehmen ist bisher mehrheitlich im Besitz von Tochtergesellschaften der US-Beteiligungsgesellschaft American Securities LLC.

Lanxess mit Hauptsitz in Köln beschäftigt nach eigenen Angaben rund 14.400 Mitarbeiter in 33 Ländern. Mit der Produktion, Entwicklung und dem Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Spezial-Chemikalien sowie Zusatz- und Kunststoffen sei 2019 ein Umsatz von 6,8 Milliarden Euro erwirtschaft worden.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

Mehr zum Thema Wirtschaft News: