Lieferdienste am Limit: Rewe, Amazon Fresh und Co. brauchen Länger

Düsseldorf - Die Angst vor dem Coronavirus sorgt für einen Boom im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur berichteten alle befragten Online-Anbieter über eine stark erhöhte Nachfrage.

Statt Lieferdienste können auch Nachbarn aushelfen, die sich gegenseitig unterstützen.
Statt Lieferdienste können auch Nachbarn aushelfen, die sich gegenseitig unterstützen.  © Patrick Seeger/dpa

Die Folge: Wer heute im Internet Lebensmittel oder Hygieneartikel bestellt, muss bis zu zwei Wochen auf die Lieferung warten.

Beispiel Rewe: Die hohe Nachfrage könne dazu führen, dass die im Internet bestellte Ware erst in ein bis zwei Wochen geliefert werde, teilte der Lebensmittelhändler mit. 

Rewe ist mit seinem in 75 Städten verfügbaren Lieferservice einer der führenden Online-Lebensmittelhändler in der Bundesrepublik.

Auch beim Online-Supermarkt Getnow, der in Berlin, München, Frankfurt, Hannover, Essen und Düsseldorf liefert, sind die Zustell-Slots mittlerweile 14 Tage im Voraus ausgebucht.

 "Wir können nur einen kleinen Teil der Nachfrage abarbeiten. Dabei sind wir immer auf Volllast", sagte Unternehmenssprecher Thorsten Eder. 

Die Zahl der Neukunden sei in einigen Städten um 500 Prozent gestiegen.

Bei der Drogeriemarktkette dm müssen sich Online-Kunden aktuell ebenfalls in Geduld üben. 

Chef Christoph Werner sagte dem "Handelsblatt" in dieser Woche: "Wegen der enormen Nachfrage ist die Lieferzeit kurzzeitig von zwei bis drei Werktagen auf neun bis zwölf Werktage hochgeschnellt." 

Selbst der Lieferdienst Amazon Fresh warnt auf seiner Homepage: "Sortiment und Lieferung können aufgrund erhöhter Nachfrage vorübergehend eingeschränkt sein."

Ein Lieferwagen von Rewe Online fährt auf einer Straße.
Ein Lieferwagen von Rewe Online fährt auf einer Straße.  © Rolf Vennenbernd/dpa

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Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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