Preisvergleich an Zapfsäule: Hier tankt man noch am günstigsten

Deutschland - Die gefühlte Realität ist zwar eine andere und es mag schon fast zynisch klingen, aber: Die Spritpreise sind gefallen. Zumindest meist. Und nur für Benzin. Und auch nicht auf das erwünschte Niveau. Aber sie gingen zurück. Doch wo tankt man am billigsten?

Geringer versteuert, teurer im Vergleich: Dieselfahrer müssen an der Tankstelle noch mehr bezahlen als Besitzer von Benzinern.
Geringer versteuert, teurer im Vergleich: Dieselfahrer müssen an der Tankstelle noch mehr bezahlen als Besitzer von Benzinern.  © 123RF/ kegfire

Die nächste Realitäts-Klatsche macht klar: Wenn man nicht ohnehin in einer Gegend lebt, wo Benzin am günstigsten ist, lohnt sich kaum der Trip zur weiter entfernten innerdeutschen Tankstelle.

Selbst wenn es dort zehn Cent billiger wäre, muss man sich fragen, ob sich 50 Liter - also insgesamt 5 Euro Ersparnis - mit der gefahrenen Strecke und der Zeit gegenrechnen lassen.

Doch tatsächlich gibt es deutliche Unterschiede innerhalb der Republik, wie sehr der getankte Liter Kraftstoff das Portemonnaie erleichtert.

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Der ADAC hat einen genaueren Blick auf die aktuellen Preise an den Zapfsäulen geworfen und sie miteinander verglichen.

Es handelt sich dabei um die Durchschnittswerte pro Bundesland am Dienstag, 21. Juni, um 11 Uhr.

Ganz oben auf der Liste - und damit am günstigsten unterwegs - sind die Saarländer. Dort lag der Preis für den Liter Benzin bei 1,873 Euro (Vormonat: 2,057 Euro). Der Diesel hingegen stieg dort - wie in fast allen Bundesländern - weiter an. Im Saarland von 1,996 im Mai auf 2,020 Euro.

Beim Benzin liegt Sachsen mit 1,875 Euro (Vormonat: 2,105 Euro) auf Platz 2 und dahinter Rheinland-Pfalz mit 1,879 Euro (2,080 Euro).

Schlusslichter sind Hamburg, Bremen und ganz unten Schleswig-Holstein, mit 1,922 Euro, 1,937 Euro und 1,940 Euro Pro Liter Benzin.

Diesel-Fahrer haben Pech

Die Spritpreise bieten weiterhin alles andere als einen Grund zum Durchschnaufen - auch wenn sie für Benzin leicht zurückgingen.
Die Spritpreise bieten weiterhin alles andere als einen Grund zum Durchschnaufen - auch wenn sie für Benzin leicht zurückgingen.  © Montage: Fabian Sommer/dpa + ADAC

Deutlich unangenehmer sieht es für Diesel-Fahrer aus.

"Diesel wird während der befristeten Energiesteuersenkung weiterhin niedriger besteuert als Benzin, wenn auch nur um rund drei Cent", heißt es zwar in einer Mitteilung des ADAC.

Doch unterm Strich muss man dennoch tiefer in die Tasche greifen.

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Hinter dem Saarland befindet sich - mit dem einzigen Bundesland, wo Diesel tatsächlich im Vergleich zum Mai billiger wurde - Baden-Württemberg, mit 2,027 Euro pro Liter. Im Vormonat kostete der Kraftstoff noch kaum erwähnenswerte 0,008 Euro mehr.

Bayern liegt mit 2,029 Euro pro Liter auf Platz 3. Im Mai waren es noch 2,010 Euro. Am teuersten ist der Diesel aktuell in den Ländern Schleswig-Holstein (2,094 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (2,097 Euro) und Bremen (2,137 Euro).

"Preisbewusste Autofahrer sollten nach Empfehlung des ADAC alle Möglichkeiten, günstiger zu tanken, konsequent nutzen", rät der Automobilclub. "Dies stärkt auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt - letztlich zum Vorteil der Verbraucher."

Der Verein verweist dafür auf die hauseigene Smartphone-App "ADAC Spritpreise" und die eigene Website unter www.adac.de/tanken.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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