Prognose: Aufschwung in Ostdeutschland 2021 geringer als im Bund

Halle (Saale) - Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sagen eine schwächere wirtschaftliche Erholung für die ostdeutschen Bundesländer voraus als für Deutschland insgesamt.

Die ostdeutsche Automobilbranche leidet auch Ende 2021 noch unter Lieferengpässen - das hat massive Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt. (Symbolbild)
Die ostdeutsche Automobilbranche leidet auch Ende 2021 noch unter Lieferengpässen - das hat massive Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt. (Symbolbild)  © dpa/Jan Woitas

Der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2021 dürfte in Ostdeutschland mit 1,8 Prozent ausfallen, teilten die Institute am Donnerstag mit. Im Bund rechnen die Experten mit einem Wachstum von 2,4 Prozent.

Laut den Instituten dürfe sich der Abstand im Jahr 2022 - wenn die Lieferengpässe weniger hemmen - zwischen dem Osten und dem Rest der Republik noch weiter vergrößern. Nach Angaben der Prognose steigt das Bruttoinlandsprodukt im Bund im Jahr 2022 um 4,8 Prozent, im Osten um 3,6 Prozent.

Aktuell beeinträchtigten die Engpässe im Verarbeitenden Gewerbe die Produktion in Ostdeutschland weniger stark.

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Insbesondere die von den Engpässen stark betroffene Automobilindustrie hätte im Osten ein etwas geringeres Gewicht, sagte Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Institute wird zweimal im Jahr erstellt, im Frühjahr sowie im Herbst - und zwar vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Ifo-Institut, dem Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen.

Titelfoto: dpa/Jan Woitas

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