Riesen-Deal für SAP! Google wird neuer Kunde

Mountain View/Walldorf - SAP hat Google als neuen großen Kunden für seine Buchhaltungs-Software gewonnen!

Google wird ab Mai die Buchhaltungs-Software von SAP nutzen. (Fotomontage)
Google wird ab Mai die Buchhaltungs-Software von SAP nutzen. (Fotomontage)  © Montage: Christoph Dernbach/dpa, Uwe Anspach/dpa

Für den deutschen Konzern ist es auch ein Prestige-Erfolg im Wettbewerb mit dem Erzrivalen Oracle, von dem der Internet-Riese zu den Deutschen wechselt. Ein Google-Sprecher bestätigte das Vorhaben in der Nacht zum Dienstag dem US-Sender CNBC.

Laut einer internen E-Mail ist der Wechsel für Mai angesetzt. Die Umstellung habe monatelange intensive Vorarbeit erfordert, hieß es unter Berufung auf eine informierte Person.

Google und Oracle sind Konkurrenten im Cloud-Geschäft - und dieser Wettbewerb wurde oft mit harten Bandagen geführt. So weigerte sich Oracle über Jahre, seine Datenbanken-Software für Googles Cloud-Dienste zu zertifizieren. Das hatte zur Folge, dass Oracle-Kunden sich nicht sicher sein konnten, ob sie dafür Googles Cloud nutzen konnten, ohne die Lizenzbedingungen zu verletzen.

Der Google-Sprecher betonte bei CNBC, dass der Internet-Konzern eine technische Lösung dafür anbiete. "Aber das ist völlig unabhängig von unserer Entscheidung, als Unternehmenskunde unsere Finanzsysteme von Oracle auf SAP umzustellen."

SAP erhofft sich Schub für seine Datenbank-Technik

Über ein Jahrzehnt stritten die Unternehmen auch vor Gericht über gut 11.000 Zeilen Software-Code von Schnittstellen der Programmiersprache Java, die Google für das Smartphone-System Android verwendet hatte. Das Oberste Gericht der USA entschied am Montag in letzter Instanz, dass Google damit keine Urheberrechtsverletzung begangen habe.

Oracle-Gründer Larry Ellison (76) verkündet oft und gern, dass der US-Konzern SAP Kunden abjagen werde. Für den deutschen Rivalen geht es auch um einen Schub für seine Datenbank-Technik HANA.

Von SAP und Oracle gab es zunächst keinen Kommentar.

Titelfoto: Montage: Christoph Dernbach/dpa, Uwe Anspach/dpa

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