Sanierung gescheitert: Küchenbauer Alno vor dem Aus!

Pfullendorf - Einst hatte der baden-württembergische Küchenbauer Neue Alno GmbH 1600 Beschäftigte, jetzt verlieren auch die Letzten ihren Arbeitsplatz.

Pfullendorf, November 2017: Mitarbeiter des insolventen Küchenherstellers Alno auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung. (Archivbild)
Pfullendorf, November 2017: Mitarbeiter des insolventen Küchenherstellers Alno auf dem Weg zu einer Betriebsversammlung. (Archivbild)  © Thomas Warnack/dpa

Die Sanierung in Eigenverwaltung komme nicht zustande, teilte das Unternehmen am Dienstag in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) mit.

In enger Abstimmung mit dem Betriebsrat und dem Sachwalter sei die Geschäftsleitung zu dem Ergebnis gekommen, den Geschäftsbetrieb der beiden Gesellschaften Neue Alno GmbH und BBT Bodensee Bauteile GmbH Ende September einstellen zu müssen.

230 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz. Möglicherweise wird eine Transfergesellschaft eingerichtet, die versucht, die Beschäftigten zu qualifizieren und ihnen neue Arbeitsplätze zu vermitteln.

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Das Amtsgericht Hechingen habe am 1. September über das Vermögen der beiden Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.

Die Geschäftsführung erklärte weiter: "Im Ergebnis konnte trotz einer breiten Ansprache möglicher Investoren leider kein Investor gefunden werden, der den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaften fortführt."

Aufgrund der wirtschaftlichen Situation könne der Geschäftsbetrieb aus eigener Kraft nicht fortgeführt werden.

Die Alno AG war schon 2017 in die Insolvenz geraten. Die britische Investmentgesellschaft Riverrock kaufte das Stammwerk in Pfullendorf samt Maschinen ohne Schulden für rund 20 Millionen Euro.

Das Unternehmen musste deutlich schrumpfen und wird heute als Neue Alno GmbH geführt. 2016 hatte Alno noch 1600 Mitarbeiter.

Titelfoto: Thomas Warnack/dpa

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