Schweinepest: Bauernverband sorgt sich um Exporte nach China

Berlin - Nach dem ersten Nachweis der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland bangt der Deutsche Bauernverband um das Exportgeschäft nach China.

Der Deutsche Bauernverband sorgt sich um einen möglichen chinesischen Einfuhrstopp für deutsches Schweinefleisch, nachdem bereits am Donnerstag Südkorea ein Importverbot verhängt hat. (Symbolfoto)
Der Deutsche Bauernverband sorgt sich um einen möglichen chinesischen Einfuhrstopp für deutsches Schweinefleisch, nachdem bereits am Donnerstag Südkorea ein Importverbot verhängt hat. (Symbolfoto)  © 123RF/Afnan Seng, Stefan Sauer/zb/dpa (Bildmontage)

Ein Wegbrechen des chinesischen Marktes "würde uns sehr, sehr stark treffen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Zwar sei der Hauptmarkt der Schweinezüchter in Deutschland. Die Märkte in Asien seien jedoch insbesondere für die Vermarktung von Ohren oder Pfoten wichtig, die hierzulande keine Konsumenten finden.

Südkorea hatte bereits am Donnerstag den Import von Schweinefleisch aus Deutschland gestoppt. Um die Exporte nach Asien nicht vollständig zum Erliegen zu bringen, sei die sogenannte Regionalisierung ein denkbarer Ansatz, sagte Rukwied. Damit ist ein Exportstopp nur aus den betroffenen Regionen gemeint.

Dass die Massentierhaltung ein Ausbrechen der Seuche begünstigt habe, glaubt Rukwied nicht. "Die Schweinepest ist bei Wildschweinen ausgebrochen, nicht bei Hausschweinen." Die Bauern hätten die nötigen Schutzmaßnahmen ergriffen, beispielsweise Hygieneschleusen in den Ställen eingerichtet oder teilweise Zäune errichtet.

Die Afrikanische Schweinepest war bei einem toten Wildschwein in Brandenburg im Landkreis Spree-Neiße nahe der Grenze zu Polen nachgewiesen worden.

Titelfoto: 123RF/Afnan Seng, Stefan Sauer/zb/dpa (Bildmontage)

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