Millionenschwerer Umsatzrückgang: Wafer-Hersteller Siltronic gibt Zahlen bekannt

München - Geringere Verkaufspreise für seine Siliziumwafer und der starke Euro haben Siltronic im vergangenen Jahr belastet.

Eine Halbleiterscheibe - auch "Wafer" genannt - in einem Labor fotografiert. (Symbolbild)
Eine Halbleiterscheibe - auch "Wafer" genannt - in einem Labor fotografiert. (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Der Umsatz fiel 2020 um rund fünf Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in München auf Basis vorläufiger Zahlen mitteilte.

Vom Umsatz blieben als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rund 28 Prozent, das Ebitda fiel damit um rund 16 Prozent auf 344 Millionen Euro.

Ein möglicher Einmalaufwand von gut 10 Millionen Euro für Beraterkosten, die bei einem Erfolg des Übernahmeangebots durch den taiwanesischen Chip-Zulieferer Globalwafers anfallen würden, sind darin noch nicht enthalten.

Mit Blick auf das neue Jahr gibt sich Konzernchef Christoph von Plotho erst einmal nur verhalten zuversichtlich. Die Nachfrage nach Waferfläche sollte 2021 weiter steigen.

Allerdings könnte eine anhaltende Euro-Stärke einen deutlichen Gegenwind auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung bedeuten, gerade weil viele Verträge mit den Kunden langfristig seien. Insgesamt gehe Siltronic von einem guten Start in das Geschäftsjahr 2021 aus.

Mehr dazu dürfte der Manager am 9. März bei der Vorlage endgültiger Geschäftszahlen sagen.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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