Wie geht's bei Daimler weiter? Heute spricht Chef Källenius

Stuttgart - Der unter Druck stehende Autobauer Daimler will sich am Dienstag (ab 13 Uhr) näher zu seiner künftigen Ausrichtung äußern.

Daimler-Vorstands-Chef Ola Källenius.
Daimler-Vorstands-Chef Ola Källenius.  © Christoph Soeder/dpa

Bei einer per Stream übertragenen Investorenkonferenz mit Vorstandschef Ola Källenius solle die Produktstrategie im Fokus stehen, teilte der Stuttgarter Konzern vorab mit. 

Ob es auch Details zum geplanten Abbau Tausender Stellen geben wird, blieb unklar.

Die Corona-Krise sorgt für tiefrote Zahlen bei Daimler und zwingt den Autobauer zur Verschärfung seines ohnehin geplanten Sparkurses. 

Obendrein beschleunigt die Pandemie in der Branche die Transformation von Verbrenner- zu Elektromotoren.

Im zweiten Quartal fuhr der Konzern rund zwei Milliarden Euro Verlust ein. Vorstandsmitglied Markus Schäfer hatte jüngst gesagt, angesichts der kritischen Lage gehe es jetzt um die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität von Daimler. 

Standortübergreifend war zuletzt der Abbau von 10.000 bis 15.000 der weltweit rund 300.000 Stellen kolportiert worden. Medien hatten sogar von bis zu 30.000 Stellen berichtet.

Die Zahlen kommentierte der Autobauer bisher nicht - man strebe jedoch möglichst sozialverträgliche Lösungen an, hieß es stets.

Update, 11.37 Uhr: China-Geschäft beschert Daimler Quartalsplus bei den Autoverkäufen

Dank guter Geschäfte in China verkauft der Autokonzern Daimler inzwischen wieder mehr seiner Pkw als noch zu Beginn der Corona-Pandemie. Im dritten Quartal veräußerte das Stuttgarter Unternehmen 625.675 Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart - das waren sogar 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum zwischen Juli und September. 

Über das ganze Jahr hinweg beträgt das Minus bei den Pkw-Verkäufen allerdings noch immer satte 13,4 Prozent, wie das Unternehmen am Dienstag weiter mitteilte.

Die leichte Stabilisierung der Absatzlage hat Daimler fast allein dem chinesischen Markt zu verdanken. Dort steigerte der Konzern seine Pkw-Verkäufe im dritten Quartal um mehr als 23 Prozent auf 223.631 Autos. In Europa verzeichnete der Autobauer dagegen ein erneutes Minus, diesmal um 0,4 Prozent auf 234.088 Autos. Über das Jahr hinweg beträgt der Rückgang auf dem heimischen Kontinent gar 20,9 Prozent.

Auch im wichtigen nordamerikanischen Markt - zu dem Daimler die USA, Kanada und Mexiko zählt - ging der Absatz weiter zurück: Hier verkaufte Daimler im dritten Quartal nur 81.859 Autos und damit 9,8 Prozent weniger. Auf Jahresbasis beträgt das Minus 13,9 Prozent.

Titelfoto: Christoph Soeder/dpa

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