Telekom plant Glasfaserausbau: Aktionäre bezeichnen Dividenden-Höhe als "knauserig"

Bonn - Die Deutsche Telekom will mit Glasfaserleitungen deutlich mehr Menschen an das schnelle Internet anbinden als bisher.

Die neuen reinen Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnungen gehen, ermöglichen eine Gigabit-Geschwindigkeit im Download. (Symbolfoto)
Die neuen reinen Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnungen gehen, ermöglichen eine Gigabit-Geschwindigkeit im Download. (Symbolfoto)  © Rainer Jensen/dpa

Vorstandsboss Tim Höttges will am Donnerstag (10 Uhr) bei der Hauptversammlung des Dax-Konzerns den Aktionären die Bedeutung dieses Themas erläutern, für das Milliardeninvestitionen nötig sind.

Er dürfte selbstbewusst und gut gelaunt auftreten, denn die Telekom hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich - erstmals stieg der Umsatz auf mehr als 100 Milliarden Euro (101 Milliarden), der Gewinn kletterte um 7,5 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.

Der Aktionärstreff ist wie schon im Vorjahr ein reines Online-Format - der Vorstand ist vor der Kamera, um die vorab eingereichten Fragen zu beantworten.

Unter Aktionärsvertretern machte sich im Vorfeld der Veranstaltung Unmut breit, dass als Dividende nur 60 Cent pro Anteilsschein bezahlt werden sollen - also gleich viel wie 2019 und 10 Cent niedriger als 2018.

Das sei "knauserig", moniert Winfried Mathes von Deka Investment, das nach eigenen Angaben etwa ein Prozent des Telekom-Stammkapitals repräsentiert.

Frederik Beckendorff von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) findet die Dividendenhöhe "erklärungsbedürftig". Mit Blick auf den Glasfaser-Ausbau fragt Beckendorff, "inwieweit die Kunden bereit sind, für mehr Leistung auch mehr zu zahlen".

Die neuen reinen Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnungen gehen, ermöglichen eine Gigabit-Geschwindigkeit im Download. Die Konkurrenten Vodafone und Tele Columbus bieten so ein Maximaltempo ebenfalls an und nutzen hierfür nicht Glasfaser auf der letzten Strecke bis zur Wohnung, sondern TV-Kabel.

Titelfoto: Rainer Jensen/dpa

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