Neues Gesetz: Fleischindustrie stellt Tausende Mitarbeiter fest ein

Rheda-Wiedenbrück/Düsseldorf/NRW - Die großen Schlachtbetriebe in Deutschland haben ihre Stammbelegschaft zum Jahresanfang deutlich aufgestockt.

Ein Schlachthof des Unternehmens Westfleisch.
Ein Schlachthof des Unternehmens Westfleisch.  © Marcel Kusch/dpa

Bundesweit sind bei den nordrhein-westfälischen Unternehmen Tönnies (Rheda-Wiedenbrück) und Westfleisch (Münster) sowie bei Vion Deutschland im bayerischen Buchloe insgesamt rund 12.300 Werkarbeiter als Angestellte von Subunternehmen in die Unternehmensbelegschaften gewechselt, wie die Sprecher der Firmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilten.

Tönnies, Westfleisch und Vion hatten entsprechende Programme im Zuge der Corona-Pandemie bereits im Sommer angekündigt.

Nach zahlreichen Infektionen in der Belegschaft war die Fleischbranche im Frühjahr unter Druck geraten.

Besonders die hohe Zahl der Werkarbeiter aus Osteuropa, von denen manche in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht waren, hatte Kritik ausgelöst.

Die Schlachthöfe wurden zum Teil für Wochen geschlossen, um die Infektionsketten zu unterbrechen.

Werkarbeiter direkt angestellt

Die Bundesregierung untersagte daraufhin zum 1. Januar 2021 den Einsatz von Werkarbeitern im Kerngeschäft der Schlachthöfe. Ab dem 1. April gilt auch mit Einschränkungen ein Verbot des Einsatzes von Zeitarbeitnehmern.

Titelfoto: Marcel Kusch/dpa

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