Umsatz und Gewinn: Daimler mit starkem Ergebnis im zweiten Quartal

Stuttgart - Der Auto- und Lastwagenbauer Daimler stellt am Mittwoch in Stuttgart seine vollständigen Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor und macht in diesem Zuge auch erstmals Angaben zum Umsatz und zum Nettogewinn.

Glaubt man ersten veröffentlichten Kenndaten, sind die Geschäfte beim Auto- und Lkw-Konzern Daimler auch im zweiten Quartal gut gelaufen. (Archiv)
Glaubt man ersten veröffentlichten Kenndaten, sind die Geschäfte beim Auto- und Lkw-Konzern Daimler auch im zweiten Quartal gut gelaufen. (Archiv)  © Marijan Murat/dpa

In der Vorwoche hatte der Konzern bereits unter anderem seinen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern im Zeitraum zwischen April und Ende Juni bekannt gegeben - dieser lag mit 5,2 Milliarden Euro über den Markterwartungen.

Und das trotz andauernder Lieferengpässe von wichtigen elektronischen Bauteilen, die der Fahrzeugbranche seit Monaten zu schaffen machen.

Ungeachtet der Chipkrise hatte das Unternehmen zuletzt gute Absatzzahlen bekannt gegeben. Im ersten Halbjahr verkaufte Daimler rund 1,16 Millionen Mercedes-Autos - und verpasste damit seinen Absatzbestwert aus dem Jahr 2018 nur knapp.

In ihrem wichtigsten Markt China konnten die Schwaben einen Verkaufsrekord vermelden, hier stieg die Zahl der verkauften Mercedes-Pkw auf mehr als etwa 440.000.

Update, 7.50 Uhr: Daimler macht im zweiten Quartal 3,6 Milliarden Euro Gewinn

Daimler machte unter dem Strich im zweiten Quartal 3,6 Milliarden Euro Gewinn und kann der Zukunft optimistisch entgegenblicken.
Daimler machte unter dem Strich im zweiten Quartal 3,6 Milliarden Euro Gewinn und kann der Zukunft optimistisch entgegenblicken.  © Marijan Murat/dpa

Daimler sieht nach einem starken zweiten Quartal nun auch für seine Lastwagensparte etwas mehr operativen Gewinn in diesem Jahr.

Bei der um Sondereffekte bereinigten Umsatzrendite für das Geschäft mit Trucks und Bussen rechnet Daimler nun im Gesamtjahr mit einem Wert von 6 bis 8 Prozent, wie der Dax-Konzern in Stuttgart mitteilte.

Bisher standen 6 bis 7 Prozent im Plan, allerdings hatte das Management bereits das obere Ende der Spanne in Aussicht gestellt. Wegen der Lieferschwierigkeiten mit Elektronikchips geht das Unternehmen beim Autoabsatz von Mercedes-Benz allerdings nicht mehr von einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr aus, sondern von Verkäufen auf Vorjahresniveau.

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Eckdaten zum operativen Geschäft im zweiten Quartal hatte Daimler bereits mitgeteilt. Der Umsatz kletterte gegenüber dem coronabedingt eingebrochenen Geschäft vor einem Jahr um 44 Prozent auf 43,5 Milliarden Euro.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag wie bekannt bei 5,42 Milliarden Euro. Vor einem Jahr hatte der Konzern hier noch 708 Millionen Euro operativen Verlust ausgewiesen.

Unter dem Strich machte Daimler nach Minderheiten zwischen April und Ende Juni 3,6 Milliarden Euro Gewinn - vor einem Jahr waren es 2 Milliarden Euro Verlust gewesen.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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