Kaffee sei Dank: Fairtrade-Pionier Gepa kann in Corona-Krise Umsatz halten

Wuppertal - Das auf fairen Handel spezialisierte, kirchennahe Handelshaus Gepa hat in der Corona-Krise seinen Umsatz gehalten.

Das auf fairen Handel spezialisierte, kirchennahe Handelshaus Gepa hat in der Corona-Krise seinen Umsatz gehalten. Wichtigstes Gepa-Produkt ist der Kaffee.
Das auf fairen Handel spezialisierte, kirchennahe Handelshaus Gepa hat in der Corona-Krise seinen Umsatz gehalten. Wichtigstes Gepa-Produkt ist der Kaffee.  © Oliver Berg/dpa

Zweistellige Absatzrückgänge bei Weltläden und Aktionsgruppen seien durch verstärkte Verkäufe über den Lebensmittel- und Naturkosthandel sowie im Online-Shop ausgeglichen worden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

2020 habe beim Großhandelsumsatz sogar ein kleines Plus von rund 0,5 Prozent auf 81,1 Millionen Euro gestanden. Für die Hälfte seiner Mitarbeiter hatte das Handelshaus zeitweise Kurzarbeit eingeführt.

Der Umsatz über den Einzelhandel stieg den Angaben zufolge um 15,3 Prozent auf 37,1 Millionen Euro. Über Weltgruppen und Initiativen wurden mit 17,6 Millionen Euro 11,7 Prozent weniger verkauft als 2019.

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Deutliche Einbußen gab es auch bei Lieferungen an Kantinen. Wichtigstes Gepa-Produkt ist der Kaffee, auf den rund 42 Prozent des Umsatzes entfielen.

Gepa handelt mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Sie will durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen ihren Partnern mehr Planungssicherheit geben.

"Fairer Handel wird jetzt noch wichtiger, da er unsere Partner im globalen Süden sowohl bei der Corona-Krise als auch in der Klima-Krise unterstützt", sagte Gepa-Geschäftsführer Peter Schaumberger (57).

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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