Verband warnt vor höherem Mindestlohn: Obst bald nicht mehr aus Deutschland?

Bonn - Der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern hat die Koalitionsparteien SPD, Grüne und FDP aufgefordert, eine weitere Erhöhung des Mindestlohnes zu verhindern.

Der Verband der Obst- und Gemüsebauern im Rheinland sorgt sich um höhere Mindestlöhne.
Der Verband der Obst- und Gemüsebauern im Rheinland sorgt sich um höhere Mindestlöhne.  © Arne Dedert/dpa

"Die angestrebte Erhöhung auf 12 Euro je Stunde hätte gravierende Auswirkungen auf den Obst- und Gemüsebau im Rheinland, in Nordrhein-Westfalen und in ganz Deutschland", schrieb Verbandspräsident Christoph Nagelschmitz am Mittwoch in einem offenen Brief.

Der Brief ging an die aus dem Rheinland stammenden Bundestagsabgeordneten von SPD, FDP und Grünen.

Angesichts der Konkurrenz aus Billiglohnländern könnten bei fortschreitender Lohnsteigerung viele Gemüsearten und Obstsorten wie Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren und Süßkirschen nicht mehr in der Region angebaut werden, warnte er.

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Importe aus Nordafrika, Südeuropa und Südamerika verdrängten heimische Erzeugnisse, die auf kurzen Transportwegen klimafreundlich zu den Verbrauchern kämen.

Sorge um harten Preiskampf

In dem Brief hieß es auch: "Immer häufiger müssen sich unsere deutschen Lieferanten einem Preiskampf stellen, den sie wegen der niedrigeren Lohnkosten in den Konkurrenzländern nicht gewinnen können."

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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