Verdi fordert mehr Geld: Tarifverhandlungen für NRW-Einzelhandel gestartet

Düsseldorf - Für den nordrhein-westfälischen Einzelhandel haben am Mittwoch Tarifverhandlungen begonnen.

Trotz der Pandemie habe der Einzelhandel ein Plus erwirtschaftet. (Symbolfoto)
Trotz der Pandemie habe der Einzelhandel ein Plus erwirtschaftet. (Symbolfoto)  © Moritz Frankenberg/dpa

Die Gewerkschaft Verdi beklagte nach der ersten Verhandlungsrunde in Düsseldorf, dass die Arbeitgeber kein Angebot vorgelegt hätten. Ihre Verhandlungsführerin Silke Zimmer nannte das "absolut enttäuschend".

Verdi fordert für die rund 700.000 Verkäuferinnen und Verkäufer in NRW 4,5 Prozent plus 45 Euro mehr Geld. Der Einzelhandel habe im vergangenen Jahr den höchsten Umsatzanstieg seit 1994 erwirtschaftet.

Dieses Umsatzplus könne nicht alleine auf den Internethandel zurückgeführt werden. Auch der stationäre Einzelhandel könne ein Plus von 4,3 Prozent vorweisen.

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands NRW, Peter Achten, verwies auf die unterschiedliche Lage der einzelnen Teile des Handels in der Corona-Krise.

Es gebe Branchen, die gut durch die Pandemie gekommen seien und andere, deren Geschäfte in den vergangenen Monaten überwiegend geschlossen gewesen seien.

Dafür müsse in den Verhandlungen erst ein gemeinsames Verständnis entwickelt werden. "Da sind wir noch weit auseinander", sagte Achten. Deshalb sei es für ein Angebot noch zu früh gewesen.

Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa

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