Wegen Corona: Deutsche Post DHL meldet Rekordergebnis und baut Flotte aus

Bonn - Das Corona-Jahr 2020 hat der Deutschen Post DHL ein Rekordergebnis beschert.

Ein DHL-Paketzentrum der Deutschen Post.
Ein DHL-Paketzentrum der Deutschen Post.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Nach vorläufigen Zahlen sei das Ergebnis des Konzerns vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 4,8 Milliarden Euro gestiegen und habe damit die Ergebnisprognose deutlich übertroffen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Bonn mit.

Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen seine Ergebnisprognosen für die nächsten Jahre.

Die Post profitierte stark vom Anstieg der weltweiten E-Commerce-Aktivitäten und steigerte den Konzernumsatz in der Pandemie um 5 Prozent auf 66,8 Milliarden Euro.

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Der Anstieg der Sendungsmenge im Express- sowie im nationalen und internationalen Paketgeschäft habe sich im Weihnachtsgeschäft noch einmal beschleunigt, berichtete das Unternehmen.

"2020 war ein außergewöhnliches Jahr: Trotz der zahlreichen Herausforderungen konnten wir ein Rekordergebnis erzielen", betonte Konzernchef Frank Appel.

Post DHL verschickt auch Covid-19-Impfstoff

Das Geschäftsmodell der Post habe sich auch in turbulenten Zeiten als widerstandsfähig erwiesen. Jetzt konzentriere sich der Konzern auf den Transport des Covid-19-Impfstoffes auf der ganzen Welt.

Dank der anhaltend guten Geschäftslage geht der Konzern selbstbewusster in die Folgejahre. Für die kommenden beiden Jahre rechnet er mit einem noch höheren operativem Gewinn.

2021 soll das Ergebnis über dem um Sondereffekte bereinigten Wert von 5,4 Milliarden Euro im Vorjahr liegen.

2022 soll es dann noch einmal steigen. Zuletzt lag die Prognose für 2022 bei lediglich 5,3 Milliarden Euro Ebit - und das im optimistischsten Szenario der Planungen.

DHL Express baut Flugzeug-Flotte aus

Ein Flugzeug von DHL.
Ein Flugzeug von DHL.  © Jair Cabrera Torres/dpa

Die Deutsche-Post-Tochter DHL Express hat acht weitere Frachtflugzeuge vom Typ Boeing 777F bestellt.

Die Investition sei ein weiterer Schritt beim Ausbau des interkontinentalen Luftfrachtnetzes des Logistikkonzerns, teilte die Post am Dienstag mit.

Der Konzern wolle damit der schnell wachsenden Kundennachfrage auf den internationalen Expressversandmärkten gerecht werden. Die ersten Maschinen sollen bereits 2022 ausgeliefert werden.

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"Obwohl die gegenwärtige Gesundheitskrise viele Lebensbereiche zum Stillstand gebracht hat, gibt es beim Welthandel keine Pause", betonte DHL-Express-Chef John Pearson.

Dank der anhaltenden Digitalisierung sei das weltweite E-Commerce-Volumen des Unternehmens im vierten Quartal um mehr als 40 Prozent gewachsen.

DHL Express führt mit einer Flotte von mehr als 260 Flugzeugen und 17 Partner-Airlines jeden Tag über 600 Flüge in 220 Länder und Territorien durch.

Bereits 2018 hatte DHL Express 14 Maschinen desselben Typs bestellt, zehn davon sind bereits im Dienst. Die Boeing 777F hat eine Reichweite von 9200 Kilometern und kann ein maximales Frachtvolumen von 102 000 Kilogramm transportieren.

Titelfoto: Jair Cabrera Torres/dpa

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