Wegen Rassismus-Vorwürfen: Uncle Ben's ändert sein Logo

USA - Das bekannte Logo der Marke "Uncle Ben's" wird sich ändern. Grund dafür ist die derzeitige Diskussion über Rassismus und Vorurteile.

Das Logo, wie man es kennt: Ein älterer Afro-Amerikaner mit weißen Haaren.
Das Logo, wie man es kennt: Ein älterer Afro-Amerikaner mit weißen Haaren.  © 123rf/Denis Michaliov

Das Gesicht der beliebten Reismarke wird ersetzt. Das abgebildete Logo, der fiktionale Charakter Frank Brown, stellt einen Afro-amerikanischen Reisfarmer dar. Bereits seit über 70 Jahren wird dieselbe Darstellung für die Lebensmittelverpackungen verwendet.

Wie die britische Webseite "Mirror" in Berufung auf offizielle Pressemitteilungen berichtet, möchte sich der Kopf hinter der Marke, die Firma Mars, weiterentwickeln.

"Rassismus hat keinen Platz in der Gesellschaft. Wir stehen in Solidarität mit der Gemeinschaft der Schwarzen, unseren Assoziierten und unseren Partnern im Kampf für soziale Gerechtigkeit".

Wie genau sich das Logo nun ändern wird, dazu gab Mars keine weiteren Details bekannt.

Uncle Ben's ist nicht die einzige Marke, die überarbeitet wird.

Auch der US-Getränke- und Lebensmittelproduzent Pepsi wird den Produkten seines Tochter-Unternehmens Quaker Oats "Aunt Jemima" einen neuen Anstrich verpassen. Diese sei stark von Stereo-Typen beeinflusst, sagen Kritiker.

Das Logo zeigt eine schwarze Frau im Stil einer Dienerin. "Aunt Jemima" bietet verschiedene Produkte von Pfannkuchen bis hin zu Sirup an. Der Neustart mit einem anderen Logo sowie Namen soll im vierten Quartal 2020 erfolgen.

Seit Wochen kommt es vor allem in den USA zu Demonstrationen gegen Polizeigewalt, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit (TAG24 berichtete). Auslöser war der Tod George Floyds (†46) nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis. Einer von vier beteiligten Beamten drückte ihm minutenlang sein Knie in den Nacken. Alle Bitten des Afroamerikaners, ihn atmen zu lassen, ignorierte er.

Weltweit folgen tausende Menschen den Demonstrationen. Unter dem Slogan "Black Lives matter" fordern die Menschen ein Ende der Ungerechtigkeiten. Auch in Deutschland gehen immer mehr Leute auf die Straße.

Titelfoto: 123rf/Denis Michaliov

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