Aus Angst vor Trump? Microsoft-Einsatz an Schulen auf dem Prüfstand

Stuttgart - Elternvertreter und Lehrer haben eindringlich vor einem Betrieb der neuen digitalen Bildungsplattform des Landes durch den US-Konzern Microsoft gewarnt.

Elternvertreter und Lehrer halten es für möglich, dass US-Präsident Donald Trump (74) unter anderem Cloud-Dienste von Microsoft an deutschen Schulen einschränken könnte. (Fotomontage)
Elternvertreter und Lehrer halten es für möglich, dass US-Präsident Donald Trump (74) unter anderem Cloud-Dienste von Microsoft an deutschen Schulen einschränken könnte. (Fotomontage)  © Montage: Carolyn Kaster/AP/dpa, Matthias Balk/dpa

Die Schulen bräuchten möglichst schnell eine Lernplattform, deren Server innerhalb der EU stünden, die datenschutzkonform seien und Persönlichkeitsrechte von Lehrern und Schülern schützten, teilten der Landeselternbeirat, die Arbeitsgemeinschaften gymnasialer Elternvertreter und der Philologenverband am Montag in Stuttgart mit. 

Die digitale Souveränität des Staates dürfe nicht infrage gestellt werden durch dominante Anbieter und die Abschaltmöglichkeit von Cloud-Produkten. 

"Was, wenn Trump nicht nur Soldaten abzieht, sondern auch Clouddienste einschränkt?", sagte Cord Santelmann vom Philologenverband mit Blick auf US-Präsident Donald Trump (74). "Das ist nicht absurd, sondern die Welt, in der wir heute leben."

Kultusministerin Susanne Eisenmann (55, CDU) will nach eigenen Worten den datenschutzkonformen Einsatz von Bestandteilen der Office-Anwendung Microsoft 365 für eine neue digitale Bildungsplattform prüfen lassen. 

Dabei werde sichergestellt, dass eine Speicherung von Daten nicht außerhalb des Geltungsbereichs der Datenschutzgrundverordnung erfolge, hatte Eisenmann zuletzt versichert.

Auch die Opposition hat Bedenken hinsichtlich der Microsoft-Nutzung an Schulen.

Titelfoto: Montage: Carolyn Kaster/AP/dpa, Matthias Balk/dpa

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