Zahl der Firmeninsolvenzen in Bayern sinkt weiter

Frankfurt/Main - Die Zahl der Firmenpleiten in Bayern ist auch im zweiten Corona-Krisenjahr weiter gesunken.

Die Zahl der befürchteten Insolvenzen ist geringer ausgefallen als ursprünglich befürchtet. (Symbolbild)
Die Zahl der befürchteten Insolvenzen ist geringer ausgefallen als ursprünglich befürchtet. (Symbolbild)  © picture alliance / dpa

Im landesweiten Schnitt haben in diesem Jahr lediglich 30 von 10.000 bayerischen Unternehmen Insolvenz angemeldet, schätzt die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse.

2020 hatte diese Insolvenzquote noch bei 38 gelegen.

Damit steht Bayern besser da als alle anderen Bundesländer mit Ausnahme Brandenburgs, wobei es im Freistaat wesentlich mehr und auch wesentlich größere Unternehmen gibt als in den ostdeutschen Ländern.

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Die bundesweite Quote liegt laut Creditreform bei 43 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen. Maßgeblicher Grund für das Ausbleiben einer Pleitewelle sind laut Creditreform die staatlichen Corona-Hilfen.

In einer Hinsicht führte Bayern die Statistik an: Größte Firmenpleite des Jahres war bisher laut Creditreform die Insolvenz der Adler Modemärkte im Januar mit ihren über 3000 Mitarbeitern.

Das Insolvenzverfahren war jedoch bereits im Sommer wieder beendet worden, nachdem sich ein rettender Investor fand. Gut 2600 Arbeitsplätze und 130 Filialen sollen erhalten bleiben.

Titelfoto: picture alliance / Alexander Heinl/dpa

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