Mädchen von 21-Jährigem entführt: Er tötete ihre Eltern mit einer Schrotflinte

Wisconsin - Knapp eine Woche ist es her, seit die 13-jährige Jayme Closs, die über drei Monate lang verschwunden war, plötzlich gefunden wurde (TAG24 berichtete).

Die 13-jährige Jayme war drei Monate lang verschwunden.
Die 13-jährige Jayme war drei Monate lang verschwunden.  © Twitter

Eine Frau ging mit ihrem Hund im Wald spazieren, als sie das Mädchen unerwartet antraf. Mit schmutzigen und zerrissenen Kleidern erzählte die 13-Jährige von ihrer unglaublichen Tortur. Nur 11 Minuten später nahm die Polizei den 21-jährigen Jake Thomas Patterson in einem Haus in der Nähe fest.

Nach ersten Ermittlungen kann das ganze Ausmaß des abscheulichen Dramas langsam rekonstruiert werden.

Der Täter habe sich demnach eines Tages gezielt die 13-Jährige als sein Opfer herausgesucht. "Als er das Mädchen sah, wusste er, dass es das Mädchen war, das er nehmen würde", heißt es in der polizeilichen Strafanzeige.

Mit einer Schrotflinte bewaffnet soll er das Haus der Familie Closs gestürmt haben. Zunächst erschoss er den Vater, danach suchte er Jayme und ihre Mutter auf, die sich im Badezimmer versteckt hatten.

Der Mörder tötete auch die Mutter des Mädchens und entführte Jayme. Er nahm sie mit in seine Wohnung, die eine Autostunde vom Tatort entfernt war.

Jake Thomas Patterson wurde festgenommen.
Jake Thomas Patterson wurde festgenommen.  © Twitter

Drei Monate lang sperrte er sie dort unter teilweise grausamen Bedingungen ein. Das Mädchen durfte beispielsweise nicht einmal immer aufs Klo gehen, zu Essen und zu Trinken gab es nur spärlich. Die Ermittler versuchen noch immer, die ganzen Hintergründe zu klären.

Fakt ist: Jake Thomas Patterson war sein ganzes Leben lang ein sehr unauffälliger Zeitgenosse. Seine Nachbarn wussten teilweise nicht einmal, dass der 21-Jährige in der Stadt wohnt. In der Schule soll er sich ebenfalls sehr zurückgehalten haben. Seine Lehrer erinnerten sich laut "People" kaum an ihn. Schulausflüge und gar seinen Abschlussball habe der 21-Jährige gemieden.

Die Polizei beschreibt den Täter quasi als "Geist". Nur sein älterer Bruder wäre immer wieder auffällig gewesen, hatte bereits ein Vorstrafenregister, unter anderem wegen sexueller Nötigung.

Im Jahr 2016 arbeitete der 21-Jährige für einen Tag in einer Truthahnfabrik. Dort arbeiten auch Jaymes Eltern. Ob er sich dort seine grausame Tat überlegte, ist weiterhin Teil der Ermittlungen. Der Polizei hätte er gesagt, dass er das Mädchen eines Tages zufällig im Bus sah und sie daraufhin als sein Ziel auserkoren hatte.

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