Polizeigroßeinsatz in Wismar: SEK überwältigt Mann

Wismar - Die Polizei Wismar ist in der Hansestadt zu einem Großeinsatz im Landratsamt ausgerückt. Wie ein Sprecher der Polizeiinspektion mitteilte, sei eine "Bedrohung innerhalb des Amtes" der Grund.

Polizeibeamte sichern das Gebäude ab.
Polizeibeamte sichern das Gebäude ab.  © Blaulicht-News.de / Vormeyer

Eine afrikanische Familie hat sich seit Donnerstagnachmittag gegen 13.30 Uhr in den Räumen der Ausländerbehörde verschanzt.

Der Mann aus Ghana hat dabei einen Säugling in seiner Gewalt. Nach Angaben der Polizei fordert er einen Vaterschaftstest, um seine bevorstehende Abschiebung verhindern zu können.

Die Einsatzkräfte vor Ort dementieren aber eine Geiselnahme, da der Mann auch nicht bewaffnet sei.

Eine Notärztin versorge regelmäßig das Kind, sobald sich allerdings die Polizei nähere, reagiere der Mann aggressiv, heißt es.

Die Verhandlungen zwischen dem Ghanaer und den Beamten laufe noch, zur Sicherheit befinde sich das SEK mit in dem Gebäude.

Zahlreiche Einsatzkräfte sind am Landratsamt vor Ort.
Zahlreiche Einsatzkräfte sind am Landratsamt vor Ort.  © Blaulicht-News.de / Vormeyer

Update, 20.43 Uhr

Der Polizeigroßeinsatz am Landratsamt Wismar ist beendet. Gegen 20 Uhr überwältigte das SEK den Mann. Das Kind sei wohlauf und in Obhut genommen worden, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Der Mann aus Ghana war den Angaben zufolge mit der Mutter des Kindes in der Ausländerbehörde gewesen. Er habe den Säugling nicht herausgegeben, um einen Vaterschaftstest zu erzwingen, damit er in Deutschland bleiben könne, hieß es.

Mehrere Stunden lang versuchte ein Interventionsteam der Polizei, die Situation friedlich zu lösen. Dies gelang augenscheinlich nicht, schließlich kam das SEK zum Einsatz. Zum Zustand des Mannes gab es zunächst keine Informationen.

Update, 21.38 Uhr

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben in Wismar einen Mann überwältigt, der in der Ausländerbehörde sein mutmaßlich eigenes Baby rund fünf Stunden in der Gewalt hatte. Das Kind sei wohlauf und in Obhut genommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend.

Zuvor hatte eine Verhandlungsgruppe der Polizei längere Zeit versucht, die Situation friedlich zu beenden - erfolglos.

Am Abend, kurz vor 21 Uhr, gab es schließlich Entwarnung. Der Mann hatte der Ärztin das Kind für einen Check übergeben - diesen Moment nutzte das SEK einer Polizeisprecherin zufolge und überwältigte ihn.

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